Schlüssel zur digitalen Souveränität: Wie Kommunen Open-Source-Software etablieren können

Open-Source-Software leistet einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität von Kommunen. Bei der Planung, Beschaffung und Entwicklung entsprechender Lösungen kommt es laut einer neuen Studie aus der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) vor allem auf eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung, IT-Dienstleistern und bestehenden Communitys an. Der verstärkte Einsatz von Open-Source-Software steht für einen Wandel von der Produkt- zur Entwicklungsorientierung. Die Vorteile liegen auf der Hand: mehr digitale Souveränität, offene Standards, Interoperabilität und damit ein besseres Zusammenspiel unterschiedlicher IT-Systeme. Dennoch nutzen bislang vergleichsweise wenige Kommunen Open-Source-Software. »Abgesehen von Geoinformationssystemen und der IT-Infrastruktur sind deutsche Kommunen bei Einsatz von Open-Source Software bisher eher zurückhaltend«, sagt Studienautorin Sarah Brandt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IESE und Teil des Forschungsclusters Modellprojekte Smart Cities. »Mit Smart City kommt ein Themenfeld hinzu, in dem Open-Source-Software ihre Potenziale entfalten kann und von Anfang an mitgedacht werden sollte.« Vor diesem Hintergrund unterstützt die Studie kommunale Entscheiderinnen und Entscheider bei der Planung, Beschaffung und Entwicklung entsprechender Lösungen. Die Stadt Freiburg im Breisgau etwa hat auf Basis des Standards XPlanung die Lösung xPlanBox entwickelt. Darüber hinaus ist sie vom Geoinformationssystem ArcGIS auf die quelloffene Variante QGIS gewechselt. Das Beispiel der in der Stadt Solingen entstandenen Partnerschaft Open-Smart-City-App macht deutlich, dass Open-Source-Software die Übertragbarkeit und Skalierbarkeit von Smart-City-Lösungen entscheidend steigern kann. Für die Zukunft empfehlen die Autorinnen und Autoren, Open-Source-Software vor allem durch interkommunale Zusammenschlüsse zu etablieren: Kommunen erstellen gemeinsam Leistungskataloge für öffentliche Ausschreibungen, klären rechtliche und technische Fragen und betreiben Software in größerem Umfang. »Interoperable Softwarekomponenten, also miteinander kompatible und gemeinsam nutzbare Lösungen, sind eine wesentliche Voraussetzung, um die Zusammenarbeit der Kommunen im Bereich der Digitalisierung nachhaltig zu stärken, ohne die kommunale Selbstverwaltungsgarantie einzuschränken«, erklärt Dr. Vilim Brezina, der die Studie im BBSR wissenschaftlich begleitet hat. »Auf diese Weise entstehen Lösungen, die eine Kommune an mehreren Stellen einsetzen kann und die gleichzeitig andere Kommunen durch Anpassung an die dortigen Bedürfnisse nutzen können.« Smart-City-Forschung Die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebene Publikation »Open-Source-Software in Kommunen – Einsatz und Schnittstellen in der kommunalen Planungspraxis« ist Ergebnis aus der Begleitforschung der Koordinierungs- und Transferstelle (KTS) der Modellprojekte Smart Cities (MPSC). Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE hat die Studie erarbeitet. Interessierte können die neue Veröffentlichung online hier abrufen. Gedruckte Exemplare lassen sich kostenfrei hier bestellen: publikationen.bbsr@bbr.bund.de. Pressemitteilung

Jubiläum: 10 Jahre Nachhaltigkeitsmanagement – Erfolge, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Sustainability Management an der RPTU unter Leitung von Professorin Dr. Katharina Spraul feiert 10-jähriges Bestehen. Der Fokus in Lehre und Forschung liegt darauf, wie sich Nachhaltigkeitsaspekte in unternehmerisches Handeln integrieren lassen – ein entscheidender Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor. Bei einer feierlichen Networking-Veranstaltung am 9. Februar, 10:00 Uhr an der RPTU in Kaiserslautern (Seminarraum 76-276 im Laboratory for Advanced Spin Engineering „LASE“, Gottlieb-Daimler-Straße 46) beleuchtet der Lehrstuhl seine Aktivitäten rund um das „Nachhaltigkeitsmanagement im Wandel“. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Das Thema Nachhaltigkeitsmanagement im Wandel steht im Mittelpunkt des Programms, mit Einblicken in die Lehr- und Forschungstätigkeit des Lehrstuhls für BWL, insbesondere Sustainability Management und die Berufsperspektiven im Nachhaltigkeitsmanagement aus erster Hand. Denn als Expertinnen und Experten sind eingeladen: Dr. Eva Kiefhaber (Head of Group Sustainability bei Bardusch), Anna Krall (Leiterin Corporate Social Responsibility bei HORNBACH), Amador Miano (technical sales expert bei der 3D-Druckplattform Replique) und Daniel Schmid (Chief Sustainability Officer bei SAP und Vorstandsvorsitzender von econsense). Sie diskutieren unter anderem darüber, wie Wissenschaft und Unternehmen zusammenarbeiten können, um die nachhaltige Transformation zu meistern und welche Impulse aus Studium und Forschung es hierfür braucht. Im Rahmen der Veranstaltung bieten sich – nicht zuletzt beim Mittagsimbiss – immer wieder Gelegenheiten, mit Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten sowie dem Lehrstuhl-Team ins Gespräch zu kommen und Ideen für Kooperationsprojekte zu generieren. Ein Gallery Walk lädt zum interaktiven gemeinsamen Spaziergang durch die vergangenen 10 Jahre ein. Die Anmeldung erfolgt über die Webseiten des Lehrstuhls unter: wiwi.rptu.de/fgs/sustain/aktuelles/news-detailansicht/news/wir-feiern-geburtstag.

Das SIAK-Jahr 2023

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Netzwerkpartnern können wir auf ein erfolgreiches SIAK-Jahr 2023 zurückblicken, dessen Highlights und wir kurz und knapp in einer Broschüre zusammengefasst haben. In den SIAK SUCCESS STORYS finden Sie unsere spannendsten Veranstaltungen, wie die erste Ausgabe unseres “Highway to Hightech” oder unsere Imagefilmpremieren, die Fortschritte unserer Projekte, wie das 42 oder die Standortkampagne “Kaiserslautern für den nächsten Schritt”, und einiges mehr. Werfen Sie einen Blick hinein: SIAK SUCCESS STORYS.

Planspiel Künstliche Intelligenz

Durch herausfordernde Aufgaben und lehrreiche Erfahrungen werden Unternehmen spielerisch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorbereitet. Das Institut für Wirtschaftsinformatik hat im Rahmen des Mittelstand-Digital Zentrums Kaiserslautern das Planspiel Künstliche Intelligenz entwickelt. Es bietet allen KI-Enthusiasten die Möglichkeit, die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu begreifen. Ziel des Spiels ist es, ein Unternehmen durch die erfolgreiche Implementierung von KI-Anwendungen wettbewerbsfähig aufzustellen. Die Spielenden sammeln dabei KI-Readiness-Punkte, welche die Fortschritte und Erfolge im Spiel widerspiegeln. Das Planspiel ist ideal für Unternehmen, die sich für KI interessieren, aber auch für erfahrene KI-Anwender, die ihre Kompetenzen im KI-Projektmanagement weiterentwickeln möchten. Im Verlauf des Spiels durchlaufen die Spielenden alle Phasen eines KI-Projektes und werden dabei mit einer Vielzahl von herausfordernden Aufgaben konfrontiert: sie müssen vorhandene Ressourcen optimal nutzen, die richtigen Entscheidungen treffen und alle relevanten Akteure eines Unternehmens einbinden. Eine besondere Herausforderung des Spiels besteht darin, mit unvorhersehbaren Ereignissen umzugehen, die die Kreativität und Anpassungsfähigkeit herausfordern. Das Planspiel liegt in mehreren Auflagen vor und kann parallel von mehreren Gruppen in einem kompetitiven Modus gespielt werden. Am Ende gewinnt die Gruppe mit den meisten KI-Readiness-Punkten. Dabei bietet es nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern auch eine spannende und interaktive Art, sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten von KI auseinanderzusetzen. Das Spiel kann auf Anfrage deutschlandweit ausgeliehen werden. Pressemitteilung

Projekt eQuality: Fehler in Oberflächen schneller finden dank Künstlicher Intelligenz

Vom Haushaltsgegenstand über Bauteile für Fahrzeuge bis hin zu Medizintechnik – bei der Herstellung von Produkten gilt es, selbst die kleinsten Defekte sicher und schnell zu entdecken, am besten automatisiert. Wie dieser Prozess dank Künstlicher Intelligenz (KI) verbessert werden kann, untersuchen Forschende des Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM im Projekt »eQuality«. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit 600.000 Euro. Automatisierte Inspektionssysteme sind zwar Stand der Technik, aber teuer und brauchen viel Zeit und Know-how in der Entwicklung. Letzteres gilt insbesondere für die Fehlersuche in nicht-standardisierten Bauteilen. Schneller geht es mit einer gut bestückten Datenbank, die anwendungsrelevante Fehler abbildet. Dabei werden nicht nur echte Bilddaten gesammelt, sondern auch Datensätze, die Defekte so beschreiben, dass daraus künstliche und fotorealistische Bilder erzeugt werden können. Digitale Fehlerbibliothek Die Abteilung »Bildverarbeitung« am Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern beschäftigt sich schon lange mit der Detektion von Fehlern in Oberflächen: »Wir liefern komplette Inspektionssysteme, also Hardware und Software«, sagt Abteilungsleiter Markus Rauhut. »In den vergangenen Jahren haben wir unsere Algorithmen um Methoden des Maschinellen Lernens erweitert. Wir können nun fotorealistische Datensätze generieren, mit denen wir unsere KI trainieren.« Projektleiterin Dr. Petra Gospodnetic ergänzt: »Damit reduzieren wir Anzahl physischer Fehlerproben erheblich, aus denen die KI üblicherweise lernt. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz können wir unsere Fehlerbibliothek signifikant erweitern, noch mehr Fehler erkennen und spezifizieren.« Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, brachte den Förderbescheid persönlich nach Kaiserslautern und ordnete eQuality so ein: »Das Projekt zeigt, dass Künstliche Intelligenz bereits eine enorme Anwendungsnähe hat und einen Beitrag leisten kann, Produktion nachhaltiger zu gestalten und die Qualität von Produkten sicherzustellen. Das Fraunhofer ITWM trägt mit eQuality zur Stärkung der Innovationskraft des Forschungsstandortes und zur Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft bei, indem es einen Beitrag leistet, die Vorreiterrolle von Rheinland-Pfalz im Bereich KI sicherzustellen, einem erklärten Ziel in unserem Koalitionsvertrag.« Fokus liegt zunächst auf Fehlern auf Metalloberflächen Ziel des Projekts »eQuality« ist eine Online-Plattform, über die Menschen aus der Praxis in Industrie und Forschung Defekte entsprechend ihrer speziellen Produkte erzeugen und herunterladen können. Im ersten Schritt deckt die Bibliothek eine Reihe von Fehlern ab, die für Metalloberflächen charakteristisch sind – wie Beulen, Kratzer, Risse, Kühlmittelrückstände, Metallspäne, Staubpartikel oder Flecken. Pressemitteilung zum Download [ PDF  0,28 MB ]  Bild zum Download: Bescheidübergabe am Fraunhofer ITWM [ JPG  1,02 MB ]  Bild zum Download: Detektierte Fehler auf echten und synthetischen Metalloberflächen [ JPG  0,08 MB ] 

Grüne Woche 2024 – DFKI zeigt Erdbeerpflückroboter und KI-Ökosystem

In drei Hallen stellt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz auf der Internationalen Grünen Woche, die vom 19. bis zum 28. Januar 2024 in Berlin stattfindet, neue Technologien für die Landwirtschaft vor. In Halle 23a zeigt das DFKI erstmals seinen Erdbeerpflückroboter der Öffentlichkeit. Am Gemeinschaftsstand des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. ist für den smarten Roboter extra eine Reihe von Erdbeerpflanzen angelegt. Klein, flexibel und preiswert soll er sein, und dazu selbstständig Obst ernten. Entwickelt wird das System im Projekt RoLand (Robotische Systeme in der Landwirtschaft), koordiniert vom Robotics Innovation Center (RIC) des DFKI Bremen.  Das konkrete Anwendungsszenario ist die Erdbeerernte im freien Feld, die die Obstbauern vor zunehmende Herausforderung stellt. Landwirtschaftliche Betriebe, wie der im Projekt assoziierte Erdbeerhof Glantz, beklagten einen Rückgang von Saisonarbeitskräften auf der einen sowie gestiegene Löhne auf der anderen Seite, sagt DFKI-Projektleiter Dipl.-Ing. Heiner Peters: „Hier setzt unser Roboter an. Er soll die Helfenden bei der Ernte unterstützen und sie entlasten. Er kann bei Bedarf parallel arbeiten oder auch nachts eingesetzt werden.“ Das System ermöglicht eine kostengünstige Automatisierung in der Landwirtschaft. Auf größeren Feldern ist der Einsatz mehrerer Roboter denkbar. KI erkennt reife Früchte Die technischen Komponenten des Erdbeerpflückroboters sind eine mobile Plattform, ein Fruchterkennungssystem und ein Erntegreifer. Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erkennt der Roboter, welche Früchte reif genug sind, gepflückt zu werden. Potenziell lässt sich diese KI-Methodik auch auf andere Obstsorten übertragen. Auf der Grünen Woche wird das System zunächst mit nur einem Greifarm zu sehen sein, langfristig sind auf beiden Seiten Greifer geplant. Eine der Herausforderungen für die Forschenden liegt darin, die Greifarme in die Lage zu versetzen, einerseits reife Erdbeeren sauber vom Stil zu trennen, sie andererseits dabei aber nicht zu zerdrücken. Diese Probleme werden im Projekt derzeit adressiert. Peters: „Unser Ziel ist es, zum Projektende mit jedem Greifer in sechs Sekunden eine Erdbeere zu pflücken, also insgesamt alle drei Sekunden eine. Das entspricht in etwa der menschlichen Pflückleistung.“ RoLand wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über eine Laufzeit von drei Jahren mit einer Summe von 1,7 Millionen Euro gefördert (1.10.21 – 30.9.24). Das Robotics Innovation Center des DFKI koordiniert das Projekt. Projektbeteiligte sind das Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) Hamburg, die Othmerding Maschinenbau GmbH & Co.KG sowie der Glantz Erdbeerhof (assoziiert). Weitere Informationen:  https://robotik.dfki-bremen.de/de/forschung/projekte/roland Ort: Halle 23a, Sonderschauhalle des BMEL – Roboter in der Landwirtschaft Stand: Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) Kontakt DFKI: Dipl.-Ing. Heiner Peters: heiner.peters@dfki.de Die weiteren DFKI-Beteiligungen auf der Grünen Woche im Überblick In Halle 3.2, Innovationsforum Landtechnik, präsentieren Forschende aus Niedersachsen und Kaiserslautern ein gemeinsames offenes KI-Ökosystem für die Agrar- und Ernährungswirtschaft, das in dem Leuchtturm-Projekt Agri-Gaia und seinem Schwesterprojekt NaLamKI entsteht. In Halle 3.2 laden Agri-Gaia und NaLamKI zur Tagung “Agrar-Ökosysteme der Zukunft mit KI gestalten” ein. Beginn ist am Donnerstag, 25. Januar, um 10 Uhr auf der großen Bühne. Impulsvorträge sowie Diskussionsrunden stehen auf dem Programm, das sich in drei Sektionen auf den Vormittag und Nachmittag aufteilt. Das Ende ist für 18 Uhr geplant.  In Halle 1.2 am Stand der Lienig Wildfruchtverarbeitung GmbH macht das DFKI Berlin auf seine Beteiligung im Verbundprojekt Stadt-Land-Fluss aufmerksam, dessen Ziel eine Daten- und KI-gestützte Stärkung von Wertschöpfungsketten im Bereich der regionalen Ernährungssysteme ist.

Wipotec stärkt Präsenz in Kaiserslautern

30 Millionen Euro für neue Technologien und Gebäude Wipotec investiert 30 Millionen Euro in den Ausbau seines Standorts in Kaiserslautern. Derzeit entsteht ein Neubau auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern, der drei miteinander verbundene Bereiche umfasst. Die Erweiterung umfasst eine neue Zerspanungsabteilung, eine EMV-Halle für elektromagnetische Verträglichkeitstests, eine erweiterte Elektronikabteilung und einen Rundlauf für schnelles Wägen von Paketen. Die Produktion von Wägezellen, der “Kernkompetenz” von Wipotec, soll zentralisiert werden. Das Unternehmen, das weltweit etwa 1.200 Mitarbeiter an 20 Standorten beschäftigt, strebt eine schnelle Weiterentwicklung seiner Wägesysteme an. Die Erweiterung soll Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Zusätzlich wird auf dem Gelände ein Wertstoffhof entstehen, um Materialien zu recyceln oder zu vermarkten. Wipotec setzt auf erneuerbare Energien, mit einem großen Batteriespeicher und Plänen für Photovoltaikanlagen und Windräder. Obwohl der Umsatz im Jahr 2023 stagniert und bei 170 Millionen Euro liegt, plant Wipotec, am Hauptstandort Kaiserslautern festzuhalten. Die aktuelle Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen in neue Maschinen wird als Grund für die Stagnation genannt. Trotzdem gibt es Hoffnung durch neue Entwicklungen, wie das Geschäft mit QR-Codes für Coca-Cola in Lateinamerika. Pressemitteilung SWR-Artikel

Professor Malte Drescher zum Universitätspräsidenten der RPTU gewählt

Der Senat der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) wählte am 13. Dezember Professor Malte Drescher einstimmig zum künftigen Universitätspräsidenten. Es ist die erste Wahl eines RPTU-Präsidenten. Drescher wird Anfang Oktober 2024 die Nachfolge von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann antreten, die seit der Zusammenführung der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau zur RPTU die Einrichtung als präsidiale Doppelspitze leiten. Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Präsidenten wird es sein, die weitere Profilbildung der Universität zu gestalten und die beiden Standorte in Süd- und Westpfalz dazu weiter zusammenzuführen. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben“, erklärte Drescher nach der Wahl. „Der Transformationsprozess der RPTU ist einer der spannendsten in der deutschen Universitätslandschaft, denn er gibt Gelegenheit Universität neu zu denken. Die RPTU hat großes Potenzial, und ich bin davon überzeugt, dass wir sie gemeinsam zu einer der Spitzenuniversitäten Deutschlands entwickeln werden.“ Der Hochschulrat der RPTU hatte dem Universitätssenat aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber auf das Amt Professor Drescher als einzigen Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. „Mit Herrn Drescher haben wir einen profilierten und erfahrenen Universitäts- und Wissenschaftsmanager und ausgezeichneten Wissenschaftler für das Amt gewonnen“, erklärte Albrecht Hornbach, Vorsitzender des Hochschulrats. „Wir, und da spreche ich für den gesamten Hochschulrat der RPTU, sind uns sicher, mit Herrn Drescher die perfekte Person für das Amt gefunden zu haben“, so Hornbach weiter. Der 48-jährige Prorektor für Forschung an der Universität Konstanz übernimmt das Präsidentenamt der RPTU Anfang Oktober 2024 von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann, die das Amt seit Januar 2023 gemeinsam bekleiden. „Wir beglückwünschen Herrn Drescher und die RPTU zur Wahl und wünschen Herrn Drescher viel Erfolg“, gratulierten Poetzsch-Heffter und Schaumann. Poetzsch-Heffter tritt mit dem Amtswechsel in den Ruhestand ein, während Schaumann in ihr gewähltes Amt als Vizepräsidentin für Lehre für die RPTU in Landau wechselt. Professor Norbert Wenning, derzeit Vizepräsident für Lehre in Landau, tritt zum ersten Oktober 2024 ebenfalls in den Ruhestand ein. Zur Person Professor Malte Drescher (Jahrgang 1975) studierte Physik an der Universität Karlsruhe und promovierte dort 2005. Von 2006 bis 2007 war er DFG Fellow an der Universität Leiden. Drescher ist seit 2008 an der Universität Konstanz tätig, von 2008 bis 2013 als Nachwuchsgruppenleiter im Rahmen des Emmy Noether Programms und als Fellow des Zukunftskollegs, von 2014 bis 2015 mit einem Heisenberg-Stipendium. 2014 habilitierte Drescher in der Physikalischen Chemie. Seit 2015 ist Drescher Professor für Physikalische Chemie (Heisenberg-Professur) an der Universität Konstanz und seit 2018 Mitglied des Rektorats. 2017 wurde er vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet. Seit 2022 ist Drescher Mitglied der ständigen Kommission für Forschung und Karrierewege der Hochschulrektorenkonferenz. Drescher ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Pressemitteilung

Bundesweite Vorreiterrolle: RPTU für Studentisches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet

Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) hat für ihr Studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) den Sonderpreis „Gesunde Hochschule SGM“ des Corporate Health Awards (CHA) erhalten. Damit knüpft sie an die Erfolge der Technischen Universität Kaiserslautern (seit Januar 2023 RPTU) an, die die Auszeichnung bereits zweimal entgegennehmen durfte. Seit 2015 verfolgt die Universität mittels SGM das Ziel, die bio-psycho-soziale Gesundheit der Studierenden zu fördern und entwickelt dazu Maßnahmen, die eine gesunde Lebensführung unterstützen. Damit hat die RPTU bundesweit eine Vorreiterrolle inne. Ein Trimm-dich-Pfad quer über den Campus, ein Mountainbike-Verleih, Yogakurse gegen Prüfungsstress, ein virtuelles Spiel für mehr Bewegung im Alltag, ein Hängematten-Park zum Entspannen, ein Naschcampus mit vielen Obststräuchern und Erdbeerpflanzen sowie eine Mental Health Awareness Week zur seelischen Gesundheit – das sind nur ein paar Beispiele von vielen Maßnahmen, die Studierenden an der RPTU dabei helfen sollen, geistig, körperlich und sozial gesund durchs Studium zu kommen. Wie wichtig solche Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen in der Hochschullandschaft sind, zeigen regelmäßig Studien, die den studentischen Gesundheitszustand in den Blick nehmen. Zugleich belegen sie, dass Studierende vor allem psychisch belastet und somit auf Unterstützung angewiesen sind. An der RPTU in Kaiserslautern berichten circa 40 Prozent der Studierenden, dass sie sich ziemlich beziehungsweise häufig gestresst fühlen und circa ein Drittel klagt über ein hohes Erschöpfungserleben. Zu diesem Ergebnis kam 2021 eine umfassende Gesundheitsbefragung, deren Ergebnisse im University Health Report zusammengefasst sind. Die Umfrage wird an der RPTU (damals noch an der TU Kaiserslautern) alle drei Jahre durchgeführt, um aktuelle Gesundheitswerte der Studierenden zu ermitteln. Dabei werden neben psychischen Parametern auch Gesundheitsbereiche wie körperliche Aktivität oder der Konsum von Suchtmitteln erfasst. Die Ergebnisse dienen als Basis für ein Studentisches Gesundheitsmanagement, das an der RPTU unter dem Namen CampusPlus bekannt ist und das zum Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden gehört. Gefördert und beraten wird CampusPlus von der Techniker Krankenkasse. Diese zählt zu den Spitzenreitern beim nachhaltigen Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen in der Lebenswelt Hochschule. Seit 2015 entwickeln die Verantwortlichen im Rahmen des SGM Maßnahmen und Angebote, die Studierende in einer gesunden Lebensweise unterstützen und allgemein für das Thema Gesundheitsförderung sensibilisieren sollen. Dabei setzen sie auf Partizipation – das heißt, alle Ideen kommen von den Studierenden selbst und werden auch von ihnen umgesetzt. Die Zielgruppe trägt somit selbst zur eigenen Gesundheit bei. Dadurch gelingt es aber auch, die Angebote für die Zielgruppe attraktiv und alltagsnah zu gestalten. „Uns liegt die seelische, körperliche und soziale Gesundheit unserer Studierenden sehr am Herzen. Wir bieten ihnen schon mit Beginn ihres Studiums ein entsprechendes umfangreiches Programm an. Unser Ziel ist es, sie über ihr Studienfach hinaus zu begleiten, sie gesundheitlich wie seelisch zu fördern. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen essentiell“, sagt Stefan Lorenz, Kanzler der RPTU. „Junge Menschen ganzheitlich zu fördern, ist fest in unserer DNA verankert. Bundesweit nimmt die RPTU eine Vorreiterrolle im Studentischen Gesundheitsmanagement ein. Wir sind sehr geehrt, dass der Award unser Engagement anerkennt.“ Wie wichtig das Thema mittlerweile ist, belegt auch die Tatsache, dass die Kanzlerjahrestagung, bei der alle Kanzlerinnen und Kanzler deutscher Hochschulen zusammenkommen, im September 2022 an der RPTU in Kaiserslautern (damals noch TU Kaiserslautern) das SGM in den Mittelpunkt der Konferenz gestellt hatte. Dabei haben sich die Kanzlerinnen und Kanzler selbst ein Bild von dem Angebot an der RPTU gemacht. Um auch die Bedeutung der bio-psycho-sozialen Gesundheit an der RPTU selbst stärker in den Blickpunkt zu rücken, wurde der Unisport Anfang des Jahres in Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) umbenannt. CampusPlus ist, neben dem Unisport und dem unieigenen Fitnessstudio Unifit, ein Teilbereich des ZSGW. Mit der Fusion mit dem Campus Landau der Universität Koblenz-Landau zu Beginn des Jahres wird das SGM derzeit auch in Landau ausgebaut. Die RPTU (damals noch als TU Kaiserslautern) erhält den Corporate Health Award nun zum dritten Mal. 2018 wurde sie als erste Universität Deutschlands damit geehrt. 2020 folgte eine erneute Auszeichnung. Und auch in diesem Jahr hat die RPTU mit ihrem Angebot überzeugt und setzt somit die Tradition der TU Kaiserslautern fort. So heißt es etwa in der Begründung der Jury: „SGM ist in Ihrer Organisation nicht nur eine Begrifflichkeit, sondern ein gelebtes System.“ Über den Corporate Health Award Der CHA zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland im Themenfeld „Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Seit 2009 wird der Award in 15 unterschiedlichen Kategorien vergeben. Initiatoren sind das Marktforschungsunternehmen EUPD Research Sustainable Management, die Tageszeitung Handelsblatt sowie die ias-Gruppe, die Unternehmen zum BGM berät. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die sich überdurchschnittlich für die Gesundheit der Belegschaft engagieren. Seit 2018 gibt es auch einen Preis für das studentische Gesundheitsmanagement. Die Preisverleihung fand am 7. Dezember in Bonn statt. Pressemitteilung

Prof. Dr. Michael Kopnarski geht in den Ruhestand

Von 2009 bis 2021 war Michael Kopnarski im Vorstand der SIAK aktiv. In dieser Zeit vertrat er offensiv und mit großer Überzeugung die Interessen der Wissenschaft in unserem Netzwerk und sorgte mit seiner erfrischend ehrlichen Art für einen ausgeglichen Fokus zwischen Forschung und Praxis in der SIAK. Ende November ging der 65-jährige Geschäftsführer des Instituts für Oberflächen und Schichtanalytik (IFOS) in den wohlverdienten Ruhestand. Nach seinem Studium und seiner Promotion in Physik an der RPTU (damals TU Kaiserslautern) startete Michael Kopnarski 1991 seine Karriere am 1989 gegründeten IFOS. Er wurde zunächst stellvertretender Leiter, war seit 1999 Geschäftsführer und seit 2006 zusätzlich noch wissenschaftlicher Leiter des IFOS und hat das Institut damit über viele Jahre geprägt. Seit 2011 war er zudem Honorarprofessor im Fachbereich Physik an der RPTU. Das IFOS und vor allem Michael Kopnarski waren dabei von Anfang an ein wichtiger Teil des SIAK-Netzwerks. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Michael Kopnarski für sein Engagement und seinen großen persönlichen Einsatz für die SIAK und Wissenschafts- und Innovationsregion Kaiserslautern und wünschen ihm alles Gute!