SIAK-Netzwerktreffen feiert Beständigkeit und blickt in die Zukunft der Innovationsregion Kaiserslautern

Das diesjährige Netzwerktreffen der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V. (SIAK) fand am 24. September 2025 im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (MPK) statt und war ein voller Erfolg. Sie bot eine Plattform für intensive Vernetzung und den Blick in die Zukunft der Innovationsregion Kaiserslautern. Im Mittelpunkt des Abends standen die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie die Premiere des neuen Markenauftritts. Zu Beginn des Abends würdigte der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach die General Dynamics European Land Systems–Bridge Systems GmbH, die Insiders Technologies GmbH, die John Deere GmbH und die WIPOTEC GmbH für ihr zehnjähriges Engagement. Dies unterstreicht die beständigen Synergien und den Zusammenhalt innerhalb der SIAK-Gemeinschaft. Werner Weiss, Geschäftsführer der Insiders Technologies GmbH, gab in seiner anschließenden Keynote einen motivierenden Anstoß zum gemeinsamen Angehen aktueller Herausforderungen. Ein weiteres Highlight war die spontane Paneldiskussion. Dr.-Ing. Andreas Eiden (Inline Process Solutions GmbH), Steffen Heß (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE), Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)) und Oliver Schuck (AECOM Deutschland GmbH) diskutierten aus der Sicht von Forschung, Wirtschaft und Start-up die Entwicklung der SIAK und die Zukunft des Standorts. Ihr Fazit: Die SIAK sei für die Region unverzichtbar, da sie die Geschwindigkeit von Innovationsprozessen entscheidend beschleunige. Die Runde betonte das Potenzial Kaiserslauterns, sich zu einem zentralen Standort für Deeptech-Anwendungen zu entwickeln. O-Töne aus der Paneldiskussion: Dr.-Ing. Andreas Eiden: “Es würde zwar auch ohne die SIAK gehen, wäre aber viel aufwändiger und langsamer. Gerade im Bereich der digitalen Transformation ist Schnelligkeit aber der entscheidende Faktor.” Steffen Heß: “Kaiserslautern hat die Chance, zu dem zentralen Standort zu werden, der Deeptech-Anwendungen aus der Forschung in die Praxis bringt.” Als Höhepunkt des Abends wurde das neue SIAK-Logo in einer exklusiven Vorabpremiere vorgestellt. Mit dem neuen visuellen Auftritt will das Netzwerk seine inhaltliche Stärke nun auch optisch unterstreichen und einen kraftvollen Start in ein neues Jahr einläuten. Die Veranstaltung klang in einer entspannten Atmosphäre aus, die intensive Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte ermöglichte. Die Teilnehmer hatten außerdem die Gelegenheit, exklusive Führungen durch die aktuellen Ausstellungen „Zeitsprung“ und „Unerhört expressiv“ des MPK zu genießen. Der rege Austausch im Rahmen des Get-togethers bestätigte einmal mehr, wie wertvoll das persönliche Netzwerken für die Innovationskraft der Region ist.
Gemeinsam stark: Kaiserslautern sichert sich Weltrekord für die weiteste gelaufene Distanz in 90 Tagen

Kaiserslautern, 24. August 2025 – Kaiserslautern hat es geschafft! In einem beispiellosen Gemeinschaftsprojekt haben 1.756 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt den Weltrekord für die „weiteste im Team gelaufene Distanz in 90 Tagen“ aufgestellt. Mit einer Gesamtdistanz von beeindruckenden 382.083,505 Kilometern sicherte sich das Team einen offiziellen Eintrag im Rekordregister des Rekord-Instituts für Deutschland (RID). Ein Erfolg für die ganze Stadt Die Aktion im Rahmen der Kampagne „Kaiserslautern für den nächsten Schritt“ fand vom 22. Mai bis zum 19. August 2025 statt. Getragen wurde die Initiative von der Science and Innovation Alliance in Kaiserslautern e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, darunter die Landesinitiative „Rheinland-Pfalz – Land in Bewegung“. Gefördert wurde die Aktion von der Aktion Mensch. RID-Rekordrichterin Laura Kuchenbecker reiste am 23. August 2025 nach Kaiserslautern, um den Erfolg offiziell zu verkünden. Sie überreichte die begehrte RID-Rekordurkunde an das Organisationsteam, Staatssekretär Daniel Stich und die Beigeordnete Anja Pfeiffer (Stadt Kaiserslautern) und würdigte die herausragende Leistung des Teams: „Diese Rekordjagd zeigt eindrucksvoll, was eine Gemeinschaft erreichen kann, wenn alle an einem Strang ziehen – Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.“ Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzende der SIAK, betonte die übergeordnete Bedeutung der Aktion: „Kaiserslautern hat ein Alleinstellungsmerkmal: Die starken Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Gemeinsam ist man stark – das war auch hier der Schlüssel zum Erfolg. Dieser von der SIAK initiierte, außergewöhnliche Rekordversuch hat eindrucksvoll gezeigt, dass man gemeinsam Großes erreichen kann. Und Kaiserslautern hat wieder einmal bewiesen, wie stark es im Miteinander ist.“ Ein Zeichen für Inklusion im Sport Mit dem Projekt wollten die Veranstalter jedoch mehr als nur einen sportlichen Rekord aufstellen. Es sollte auch auf die Bedeutung des Inklusionssports aufmerksam gemacht werden. Der Rollstuhlfahrer und Inklusionsathlet Abdul Dogan begleitete die Aktion und berichtete bei zahlreichen Veranstaltungen von seinen Erfahrungen. Der Weltrekordversuch ist einer der ersten Laufrekorde, bei dem die Leistungen von Rollstuhlfahrern gleichwertig in die Wertung eingeflossen sind. Von Spaziergängen bis Marathon: Jeder Schritt zählte Ob beim Spaziergang, beim Joggen oder bei sportlichen Laufeinheiten – jeder einzelne Beitrag floss in die gemeinsame Distanz ein. So schafften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Durchschnitt 217,59 km pro Person und übertrafen damit die Leistung von 134,19 km des bisherigen Rekordhalters, die Allianz Gruppe, deutlich. Der Erfolg wurde am Samstag auf dem Stiftsplatz bei „Wein & Musik“, organisiert vom Citymanagement Kaiserslautern gebührend gefeiert. Das Projekt zeigt, welche Dynamik in einer engagierten Gemeinschaft steckt, und verband Menschen über Grenzen hinweg. Es belohnt nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Teamgeist, Ausdauer und Zusammenhalt.
Schmitt: 8,3 Millionen Euro für Spitzenforschung in der Oberflächentechnik – Land stärkt IFOS mit neuer Gerätegeneration für die Technologien der Zukunft

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat heute in Kaiserslautern im Rahmen ihrer Sommerreise 2025 einen Förderbescheid über 8,3 Millionen Euro an das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS) überreicht. Mit den Landesmitteln wird eine neue Generation hochspezialisierter Analyse- und Bearbeitungssysteme angeschafft. Sie stärkt die wissenschaftliche Exzellenz des IFOS und sichert die Zukunftsfähigkeit eines der führenden Forschungsinstitute in der Oberflächenanalytik und Lasermikrobearbeitung. „Mit dieser Förderung setzen wir ein klares Zeichen für Wissenschaft und Innovation in Rheinland-Pfalz. Das IFOS steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von Forschung und industrieller Anwendung“, betonte Schmitt bei der Übergabe. Investition in modernste Forschungsgeräte Dank der Förderung wird das Institut seine Forschungsinfrastruktur deutlich ausbauen. Zur neuen Ausstattung zählen unter anderem ein ToF-SIMS (Time-of-Flight-Sekundärionen-Massenspektrometer) zur präzisen Oberflächenanalyse, ein hochmodernes Transmissionselektronenmikroskop (TEM), ein FIB-System (Focused Ion Beam) für mikroskalige Materialbearbeitung, ein LIBS-Mikroskop sowie ein Raman-Mikroskop für zerstörungsfreie Materialanalysen. Ergänzt wird das Portfolio durch ein neues XPS/AES-System sowie ultrakurzpulslaserbasierte Bearbeitungsanlagen. Die Geräte ermöglichen tiefgehende Materialcharakterisierungen mit höherer Auflösung und Sensitivität. Sie eröffnen neue wissenschaftliche Fragestellungen und erhöhen zugleich die Attraktivität für Studierende und Promovierende, die frühzeitig in Forschungsprojekte integriert werden. Impuls für Forschung und Mittelstand Ministerin Schmitt hob hervor, dass exzellente Forschung immer auch der Wirtschaft zugutekommt: „Wir investieren in die Infrastruktur des IFOS, weil wir überzeugt sind: Forschung, die in die Anwendung gelangt, ist ein Motor für unseren Standort. Sie schafft neues Wissen, neue Verfahren und neue Produkte – und trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.“ Professor L’huillier: Modernisierung stärkt Wettbewerbsfähigkeit „Die Modernisierung unserer Infrastruktur ist ein zentraler Schritt, um auch künftig wissenschaftliche und technologische Spitzenleistungen zu erbringen“, erklärt Prof. Dr. Johannes L’huillier. „Sie stärkt nicht nur unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz insgesamt.“ Hintergrund Das IFOS ist eng mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) vernetzt und steht seit seiner Gründung für die Verbindung von Grundlagenforschung und anwendungsnaher Entwicklung. Besondere Bedeutung kommt dabei der Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen zu, die von den technologischen Entwicklungen des Instituts profitieren. Mit der heutigen Station in Kaiserslautern setzt die Ministerin ihre Sommerreise fort, bei der der Austausch mit Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Quelle: https://mwvlw.rlp.de/presse/detail/schmitt-83-millionen-euro-fuer-spitzenforschung-in-der-oberflaechentechnik-land-staerkt-ifos-mit-neuer-geraetegeneration-fuer-die-technologien-der-zukunft
Prof. Dr. Anita Schöbel ist Technologiebotschafterin für die Stadt Kaiserslautern

Kaiserslautern hat am 11. August 2025 drei neue Technologiebotschafter:innen ernannt: Prof. Dr. Anita Schöbel, Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter von der RPTU Kaiserslautern-Landau, und Frank G. Froux, Gründer und CEO der matelso GmbH. Sie treten die Nachfolge von Prof. Dr. Ralf Korn und Prof. Dr. Norbert Wehn an. Die Veranstaltung fand im neuen Gebäude des 42kaiserslautern statt – ein Ort für den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Seit 2006 engagieren sich Kaiserslauterer Technologiebotschafter ehrenamtlich als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Region. Die allerersten Amtsinhaber waren Prof. em. Dr. Helmut Neunzert, Mathematiker und Gründer des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, sowie Informatiker Prof. Dr. Jürgen Nehmer. Bei der offiziellen Ernennung der neuen Technologiebotschafter:innen im 42Kaiserslautern begrüßten Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzender der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) und Oberbürgermeisterin Beate Kimmel die Anwesenden. Kimmel betonte die Bedeutung des Amtes: »Die Technologiebotschafter und Botschafterinnen sollen positive Drehkreuze und Markenbotschafter unserer Stadt sein – im Dialog bleiben und unsere Wirkungskreise vergrößern.« Prof. Rombach verwies auf die gute Zusammenarbeit der SIAK mit allen Akteuren: »Die SIAK hat über viele Jahre hier am Standort für eine bessere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft gesorgt und viele gemeinsame Projekte in die Wege geleitet. Als alleiniger Gesellschafter der 42kaiserslautern gGmbH trägt sie dazu bei, diese Entwicklung in die Stadtgesellschaft zu bringen. Die Technologiebotschafter:innen vertreten alle auch SIAK-Mitglieder, was eine enge Zusammenarbeit erleichtern wird.« Rückblick und Staffelstabübergabe Prof. Dr. Ralf Korn, Professor an der RPTU und Berater am Fraunhofer ITWM, wirkte seit 2012 in dieser Funktion für die Stadt und blickt auf die Anfänge zurück: »Es war sehr spannend, aber auch kein Selbstläufer, besonders damals noch ohne diese Strukturen wie heute mit der SIAK oder der Zukunftsregion Westpfalz oder gar einem 42. Es galt Brücken zwischen Forschung und Wirtschaft zu schlagen – etwa bei Firmenbesuchen, in Kamingesprächen oder durch die Vermittlung zu Hidden Champions. Diese Netzwerkarbeit hat viel Spaß gemacht.« »Kaiserslautern selbst als Hidden Champion« Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt und des Kreises ist organisatorisch für das Amt der Technologiebotschafter:innen zuständig. Geschäftsführer Dr. Philip Pongratz unterstreicht: »Die Stadt hat nicht nur Unternehmen, die Hidden Champions sind. Kaiserslautern ist per se für sich ein Hidden Champion. Die enge Vernetzung von Wissenschaft, Universität und Unternehmen über die SIAK ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das gibt es deutschlandweit in dieser Art sonst nirgendwo. Die Technologiebotschafter haben dabei eine besondere Aufgabe, das Wissen und die Wissenschaft in die Unternehmenspraxis zu bringen.« Impulse für die Zukunft – die Ziele der neuen Technologiebotschafter:innen In ihren Antrittsreden betonen alle drei die Wichtigkeit der neuen Position und verknüpfen sie mit ihrer Geschichte. Prof. Dr. Anita Schöbel möchte die Innovationskraft Kaiserslauterns sichtbarer machen: »Ich war 16 Jahre weg und bin aus Göttingen zurückgekommen – das war erst keine leichte Entscheidung, aber nach zwei Wochen war klar, dass sie richtig war. Viele Lautrer:innen entschuldigen sich oft für ihre Stadt, das ist überhaupt nicht nötig! Hier gibt es so viele tolle Menschen und vor allem Innovationen, die weltweit zum Einsatz kommen. Allein bei uns am Fraunhofer ITWM entwickeln wir Softwarelösungen mit internationaler Strahlkraft – von Mathematik in der Strahlentherapie bis zur Reifensimulation CDTire. Diese Beispiele müssen wir noch viel bekannter machen. Ich freue mich darauf, mehr Innovationen aus Lautern kennenzulernen, zu sammeln und nach außen zu tragen.« Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter sieht seine Aufgabe besonders darin, Kaiserslautern als Wirtschafts- und Technologiestandort zu präsentieren: »Ich möchte neue Firmen nach Lautern holen und zeigen, warum dieser Standort so stark ist. Gleichzeitig sollen aber auch die Unternehmen, die schon hier sind, besser wissen, was die Stadt alles kann – und die Stadt selbst soll wissen, wie toll sie ist. Wir stehen als Welt vor großen Herausforderungen, ob durch Klimawandel, politische Entwicklungen oder disruptive Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik. In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wird es unvorstellbare Technologien geben. Wir müssen helfen, diesen Prozess so zu gestalten, dass die Menschen und die Gesellschaft ihn mitgehen können.« Frank G. Froux, Gründer und CEO der matelso GmbH, spricht aus der Perspektive eines Unternehmers: »Ich bin als Europäer in Lautern groß geworden, habe meine Firma erst in Stuttgart gegründet und dann nach Kaiserslautern verlegt – weil es einfach die bessere Standortalternative war. Kaiserslautern ist für mich ein Beweis dafür, was alles funktionieren kann. Kaiserslautern ist eine Chance.« Froux ist Spezialist für Marketing-Technologien sowie Gründer und CEO der 2006 aus der Taufe gehobenen matelso GmbH. Oberbürgermeisterin Kimmel bringt zum Abschluss auf den Punkt, was die Funktion ausmacht und was erwartet wird: »Die Aufgabe Nummer eins ist gut über Kaiserslautern zu reden! Wir müssen Lust auf Zukunft machen.« Gruppenbild: Kaiserslautern hat drei neue Technologiebotschafter:innen: Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Dr. Anita Schöbel und Frank G. Froux (letzte Reihe). Sie treten die Nachfolge von Prof. Dr. Ralf Korn und Prof. Dr. Norbert Wehn an (erste Reihe). Die Veranstaltung wurde eröffnet von Oberbürgermeisterin Beate Kimmel und Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzender der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) sowie Dr. Philip Pongratz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Mitte). Pressemitteilung
Arbeitsministerin Dörte Schall und Heidrun Schulz besuchen „Transformationsbegleitung“ in Kaiserslautern

Die rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit und Transformation, Dörte Schall, sowie Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, besuchten uns dritten Termin der Roadshow kompassTransformation am 13. Juni 2025 vor Ort im 42kaiserslautern, um sich über die Arbeit der Transformationsbegleiterinnen und -begleiter, über die Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit sowie die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes zu informieren. „Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Die Menschen neugierig zu machen auf diese Veränderungen, das ist die Aufgabe der Transformationsbegleiterinnen und -begleiter in ganz Rheinland-Pfalz“, sagte Arbeitsministerin Dörte Schall im Rahmen der Roadshow kompassTransformation. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation & Digitalisierung Rheinland-Pfalz setzt sich gemeinsam mit seinen Partnerinnen und Partnern dafür ein, Beschäftigten in den Betrieben gezielte Unterstützung bei der persönlichen Gestaltung des Wandels zu bieten. In ganz Rheinland-Pfalz stehen in 14 Projekten Transformationsbegleiterinnen und -begleiter bereit, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit individueller Beratung und passgenauen Empfehlungen für ihre berufliche Weiterbildung zusammen mit den Agenturen für Arbeit auf die Herausforderungen der Transformation vorzubereiten. Eines dieser Projekte ist das von der SIAK betreute „Transformationsbegleitung Stadt/Landkreis Kaiserslautern“, bei dem wir Beschäftigte aus Stadt und Landkreis Kaiserslautern im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen der Arbeitswelt unterstützen. „Die zunehmende Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse und Berufsbilder grundlegend, dafür brauchen wir in Zeiten des Fachkräftemangels die besten Köpfe und die beste Hände – am Schreibtisch genauso wie an der Werkbank. Genau hier setzt das Coaching der Transformationsbegleitung an“, betonte Ministerin Dörte Schall. Das kostenfreie Coaching-Angebot wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Weitere Informationen und die Möglichkeit, einen kostenfreien Beratungstermin zu vereinbaren: Transformationsbegleitung | Science and Innovation Alliance Kaiserslautern
Nacht, die Wissen schafft 2025

Die „Nacht, die Wissen schafft“, die am Freitag, den 9. Mai 2025 nach längerer Pause stattfand, war ein überwältigender Erfolg. Organisiert von der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V. (SIAK) in enger Zusammenarbeit mit dem Citymanagement Kaiserslautern und zahlreichen engagierten Veranstaltungspartnern, lockte das Event zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die unter dem Motto „Wissen schafft Zukunft“ einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Forschungslandschaft Kaiserslauterns werfen wollten. Der Abend begann im 42kaiserslautern mit einer herzlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzender der SIAK, und Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, gefolgt von einem fesselnden Vortrag von Prof. Sven O. Krumke zum Thema „Elf Freunde sollt ihr sein – aber bitte optimal: Mathematik hinter dem Bundesliga-Spielplan“. Anschließend nutzten die Besucherinnen und Besucher die kostenfreien Shuttlebusse, um die zahlreichen weiteren Standorte zu erkunden. Dazu gehörten die Hochschule Kaiserslautern, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) sowie renommierte Einrichtungen wie das Business + Innovation Center Kaiserslautern, das engineering 4.0 lab, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, das Institut für Oberflächen- und Schichttechnik IFOS und das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme. Die beteiligten Forschenden präsentierten in über 200 Angeboten ein beeindruckend buntes und interaktives Programm. Experimente zum Mitmachen, spannende Ausstellungen und informative Vorträge boten ein Forschungserlebnis für die ganze Familie. Ziel der niedrigschwelligen und partizipativen Veranstaltung war es, Bürgerinnen und Bürgern die innovative Arbeit in ihrer Stadt näherzubringen und ein stärkeres Bewusstsein sowie Verständnis dafür zu entwickeln – was angesichts der hohen Besucherzahlen eindrücklich gelang. Den krönenden Abschluss des erfolgreichen Abends bildete eine spektakuläre Feuer- und Lichtershow ab 23 Uhr an der RPTU, die das Publikum begeisterte. Die Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V. (SIAK) bedankt sich bei allen Partnern, Mitwirkenden und insbesondere bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die die „Nacht, die Wissen schafft“ zu einem unvergesslichen und erfolgreichen Ereignis gemacht haben.
Von der Lochkarte zum KI-Leuchtturm: 50 Jahre Informatik-Forschung in Kaiserslautern

Der Fachbereich Informatik der RPTU Kaiserslautern-Landau feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Aus den Anfängen mit vier Professoren und zwei Großrechnern, die damals noch Lochkarten aus stabilem Karton zur Datenverarbeitung nutzten, hat sich sukzessive ein Ort für exzellente akademische Ausbildung und zukunftweisende Forschung entwickelt, der international glänzt. Mittlerweile deckt der Fachbereich mit 26 Professuren nahezu alle Bereiche moderner Informatik-Forschung ab und zieht Studierende sowie Forschende aus aller Welt an. Sie arbeiten unter anderem daran, mit KI-Algorithmen chemische Prozesse effizienter und sicherer zu machen, automatisch Sicherheitsprobleme in Computernetzwerken zu erkennen oder autonome Agrarmaschinen für nachhaltige und digitale Landwirtschaft zu entwickeln. „Besonders stolz sind wir auf unser internationales Profil“, betont Professor Christoph Garth, der Dekan des Fachbereichs: „Mehr als die Hälfte unserer 1.400 Studierenden und zwei Drittel der 200 Promovierenden kommen aus dem Ausland nach Kaiserslautern.“ Die Bedeutung der Informatik reicht heute weit über die Grenzen des Fachbereichs hinaus, beobachtet Professor Malte Drescher, Präsident der RPTU Kaiserslautern-Landau: „Informatik wirkt in alle Bereiche unseres Lebens hinein. Ohne sie wären Fortschritte in Digitalisierung, KI und dem Internet der Dinge undenkbar.“ Drescher sieht in der Internationalisierung und interdisziplinären Zusammenarbeit eine strategische Chance für den Standort, „um Innovationen voranzutreiben und gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.“ Verantwortungsvoll die Zukunft gestalten Dabei sei es entscheidend, nicht nur Technologien zu entwickeln, sondern diese auch verantwortungsvoll zu gestalten. Mit diesem Ansatz befähigt die RPTU ihre Studierenden insbesondere im bundesweit einzigartigen Studiengang Sozioinformatik, den Einsatz und Nutzen von Software-Systemen kritisch zu reflektieren. Die Informatik-Studiengänge in Kaiserslautern erhalten regelmäßig Bestnoten, etwa beim wichtigsten deutschen Hochschulranking der CHE, dem die Bewertungen von Studierenden zugrunde liegen. Ebenso zeichne den Standort aus, dass er Studierenden, Forschenden und Lehrenden ein offenes Umfeld bietet, so Drescher: „Die RPTU steht für Vielfalt, Respekt und Gemeinschaft. Gerade in Zeiten, in denen Ressentiments gegen Internationalität aufkommen, setzen wir bewusst auf Offenheit und Toleranz.“ Ein Jubiläum ist ebenso Anlass, in die Zukunft zu blicken. Hierfür formuliert Garth eine klare Vision: „Unser Ziel ist es, die erreichte Spitzenposition auszubauen, indem wir Lösungen für aktuelle wirtschaftliche, soziale und ökologische Herausforderungen finden.“ Für diese Entwicklung brauche es jedoch nicht nur technologische Exzellenz, sondern auch gesellschaftliche Unterstützung, um „das Bild der Informatik positiv zu gestalten und Menschen dafür zu begeistern.“ Informatik als Impulsgeber für eine einmalige Entwicklung Der Fachbereich Informatik stellt auch den Kristallisationspunkt für eine einmalige Entwicklung des Innovationsstandorts Kaiserslautern dar. „Durch die Gründung mehrerer außer-universitärer Informatikinstitute – Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering und Max-Planck Institut für Softwaresysteme – sowie den daraus entstehenden Start-ups und Hidden Informatik-Champions wie Insiders Technologies, Empolis, TOPdesk und matelso konnte die Transformation von der alten Wirtschaft (Pfaff, Eisenwerke) zur neuen Informatik-Wirtschaft erfolgreich bewältigt werden.“ betont Professor Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzender des Wissenschafts- und Innovationsnetzwerks Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V. (SIAK). Aufgrund dieser enormen Informatik-Kompetenz wurde der Standort Kaiserslautern auch für globale Firmen wie John Deere, Accenture, CGI oder Amazon interessant. Erst kürzlich hat die SIAK als Initiator und alleiniger Gesellschafter des neuen 42kaiserslautern im alten C&A-Gebäude dazu beigetragen, dass in Zukunft Wissenschaft und Bevölkerung enger zusammenarbeiten und damit ein neues Identifikationsgefühl für Bürgerinnen und Bürger in Kaiserslautern entstehen kann. Damit begibt sich Kaiserslautern auf den Weg von einer Stadt mit Universität zu einer Universitätsstadt. „Seit seiner Gründung im Jahr 1975 hat sich der Fachbereich Informatik an der RPTU Kaiserslautern zu einem der führenden Informatik-Standorte Deutschlands entwickelt. Er ist nicht nur ein Aushängeschild für exzellente Forschung und Lehre, sondern auch ein Motor für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Die enge Verknüpfung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die bedeutende Rolle in der KI-Agenda des Landes unterstreichen seine überregionale Strahlkraft. Das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2025 ist nicht nur ein Anlass, um auf diese beeindruckende Entwicklung zurückzublicken, sondern auch, um mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Die Erfolge der Vergangenheit bilden eine solide Basis für weitere Innovationen und wissenschaftliche Durchbrüche. Kaiserslautern wird als Informatik-Standort weiterhin eine führende Rolle einnehmen und einen wesentlichen Beitrag zur technologischen Entwicklung in Deutschland leisten“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer anlässlich des runden Geburtstags. Klar ist: Kaiserslautern bleibt auch in den kommenden Jahrzehnten ein Leuchtturm der digitalen Zukunft. Die Feierlichkeiten im 42kaiserslautern mitten in der Stadt symbolisieren dabei eindrucksvoll: Die RPTU ist integraler Bestandteil der Stadtgesellschaft und der Region, geprägt von Offenheit, Vielfalt und einem starken Willen, gemeinsam in eine digitale Zukunft zu gehen.
Fraunhofer IESE auf der Hannover Messe 2025

Vom 31. März bis 04. April 2025 präsentiert das Fraunhofer IESE in Halle 2, Stand B24, auf der Hannover Messe 2025, den »AAS Dataspace for Everybody«: Eine Lösung, mit der Kleine und Mittlere Unternehmen, aber auch große Unternehmen einfach Datenräume in ihre Fertigungsprozesse integrieren können. Wir zeigen Ihnen: Die Berechnung des CO2-Fußabdruck von Produkten präzise entlang der Lieferkette Das Sicheres Teilen von Fertigungsdokumenten Die Erstellung von Produktpässen Die Effiziente Erkennung von Störungen in der Wertschöpfungskette Mit dem »AAS Dataspace for Everbody« realisieren wir schon heute einen für alle nutzbaren Datenraum: Durch unsere Infrastructure-as-a-Service machen wir die Digitalisierung der eigenen Fertigungsprozesse und den einfachen Beitritt zu Datenräumen möglich. Wie das jetzt schon in der Realität funktioniert können Sie bei unterschiedlichen Anwendern auf der Messe erleben: Dazu haben für Sie zwei »BaSys Guided Touren« zusammengestellt! Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: Weiter lesen
Neue Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der RPTU Kaiserslautern-Landau gewählt

Der Senat der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) hat in seiner Sitzung am 29. Januar 2025 mit großer Mehrheit vier neue Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten gewählt. Die Amtszeit der neu gewählten Mitglieder des Präsidiums beträgt jeweils vier Jahre. Die Wahl erfolgte auf Vorschlag von Universitätspräsident Malte Drescher. Mit der Wahl ist die Neustrukturierung der Zuständigkeiten der Präsidiumsmitglieder verbunden. Die bisherige Doppelbesetzung der Ressorts Lehre und Forschung durch Vizepräsidenten von beiden Standorten der RPTU wird durch neue standortübergreifende Schwerpunkte abgelöst, für die jeweils nur ein Leitungsmitglied verantwortlich ist. Die neuen Schwerpunkte sind „Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung“ und „Internationales, Nachhaltigkeit und bauliche Entwicklung“. Bestehen bleiben die Schwerpunkte „Forschung“ sowie „Lehre“, die jeweils auch weitere Themen umfassen wie beispielsweise „Innovation“ und „Studium“. „Die RPTU Kaiserslautern-Landau macht mit der Wahl der neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten einen wichtigen Schritt zur strategischen Weiterentwicklung der Universität und stärkt damit zukunftsweisende Handlungsfelder. Ich gratuliere den neu gewählten Mitgliedern der Hochschulleitung und freue mich, dass der Senat der Universität ebenso wie ich davon überzeugt ist, dass sie die Richtigen für diese verantwortungsvolle Aufgabe sind“, so Universitätspräsident Malte Drescher. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: Weiter lesen
Ressourcenoptimierte Produktion durch Inline Prozess- und Produktüberwachung

Re(Pro)³ – Ressourcenoptimierte Produktion durch Inline Prozess- und Produktüberwachung Institution: Fraunhofer ITWM Alle Unternehmen wollen so effizient wie möglich produzieren, ihre Maschinen optimal auslasten und keine Ressourcen verschwenden. Ein neues Projekt am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern erforscht, wie Inline-Prozess- und Produktüberwachung den Firmen dabei helfen können. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit fördert das Projekt. Re(Pro)³ – Ressourcenoptimierte Produktion durch Inline Prozess- und Produktüberwachung – untersucht die Verbindung von Condition Monitoring, Predictive Maintenance und automatisierter Qualitätsüberwachung, um Unternehmen beim der frühzeitigen Erkennen von Produktionsfehlern zu unterstützen und Ausschussraten zu senken. Ziel des Projekts ist es, ein bilddatenbasiertes System zu entwickeln, das zeitliche Veränderungen von Produktqualitäten und Prozessvariablen analysiert. »Diese Verknüpfung von Zustandsüberwachung und Oberflächeninspektion hilft uns dabei, Fehlerursachen präziser und früher zu erkennen. Mit diesem Wissen können Firmen verschleißanfällige Komponenten rechtzeitig austauschen oder die Anlagensteuerung anpassen, um Ausschuss zu reduzieren. Das spart Zeit, Material und Energie«, erläuterte Institutsleiterin Prof. Dr. Anita Schöbel bei der Übergabe des Förderbescheids. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: Ressourcenoptimierte Produktion durch Inline Prozess- und Produktüberwachung