Westpfalz-Klinikum begrüßt neue Chefärzte

Prof. Dr. med. Eray Yagmur und Prof. Dr. med. Philippe Federspil übernehmen Leitung des Instituts für Laboratoriumsmedizin und der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Kaiserslautern. Prof. Dr. med. Eray Yagmur wird neuer Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsmedizin am Westpfalz-Klinikum, das für alle 4 Standorte (Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden, Rockenhausen) zuständig ist. Der 47-jährige Facharzt für Laboratoriumsmedizin mit der Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen tritt seine Stelle am 1. September 2021 an.   „Das Westpfalz-Klinikum vereint viele verschiedene ärztliche Fachrichtungen unter einem Dach und verfügt über eine enorm hohe ärztliche Kompetenz. Daher ist die medizinische Beratung der klinischen Fachgebiete das höchste laborärztliche Gut und eine spannende Herausforderung“, sagt Prof. Yagmur.   Zuletzt war Prof. Yagmur in der Limbach Gruppe SE, einem ärztlich getragenen Laborverbund tätig, der in der Uniklinik der RWTH Aachen das Labordiagnostische Zentrum berät. An der Medizinischen Fakultät der RWTH verfügt er neben der curricularen Lehre auch über ein eigenständiges Lehrangebot zum klinischen Umgang mit Labordiagnostik: „Clinical Laboratory Skills Training“.   Geschäftsführer Peter Förster bedankt sich bei den Oberärzten Dr. med. Barbara Junker-Mattheis und Dr. med. Thomas Ecker, die in den vergangenen Monaten die kommissarische Leitung des Instituts für Laboratoriumsmedizin übernommen haben. „Dies war sicherlich auch coronabedingt eine Herausforderung und wir danken Ihnen besonders und ausdrücklich für ihr stetes Engagement!“, sagt er.   Auch in der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Kaiserslautern begrüßt das Westpfalz-Klinikum am 1. September einen neuen Chefarzt. Hier übernimmt Prof. Dr. med. Philippe Federspil die Leitung. „Die HNO am Westpfalz-Klinikum besitzt einen ausgezeichneten Ruf. Außerdem schätze ich die Mentalität und Lebensfreude der Pfälzer sehr“, sagt der 54-Jährige, der in der Region aufgewachsen ist.   Der Leitspruch des Westpfalz-Klinikums „Moderne Medizin mit menschlichem Gesicht“ spricht Prof. Federspil aus dem Herzen. „Es entspricht nicht nur meiner Auffassung vom Arztberuf, sondern ich behandle auch Patienten mit Hauttumoren oder tiefer gelegenen Tumoren aus dem Ohr oder Nebenhöhlensystem, die die Haut des Gesichts betreffen“, erläutert er. Im Bereich der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie weist der neue Chefarzt eine große Expertise auf. Darüber hinaus will er sein Know-how des mikrovaskulären Gewebetransfers in Kaiserslautern einbringen.   Bislang war Prof. Federspil als Sektionsleiter der Onkologischen HNO-Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. Neben dieser onkologischen Spezialisierung verfügt er über weitere Zusatzbezeichnungen, zum Beispiel spezielle HNO-Chirurgie, plastische Chirurgie sowie Stimm- und Sprachstörungen.   Der langjährige HNO-Chefarzt, Prof. Dr. med. Norbert Stasche, verlässt die Klinik zum 31. August, um in den Ruhestand einzutreten. Gleichzeitig wird er stundenweise in der neu eröffneten HNO-Praxis des Westpfalz-Klinikums in Ramstein-Miesenbach mitarbeiten.

KI unterstützt bei schneller Auswertung von Drohnenbildern: Zielgenaue Hilfe im Katastrophenfall

Bei einer Katastrophe, egal ob Hochwasser, Erdbeben oder Hurrikan, zählt jede Sekunde, um Notleidende mit humanitärer Hilfe versorgen. Die Einsatzteams von Hilfsorganisationen stehen dabei unter immensem Zeitdruck, sich in zerstörten Gebieten zurechtfinden. Ein Team des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern entwickelt eine Software, die humanitäre Hilfe schneller an das richtige Ziel bringt. Sie nutzen dafür Drohnenbilder, die in Echtzeit mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. [Weiterlesen] Drohnen liefern in kurzer Zeit Bilddaten zum Ausmaß der Katastrophe ©  WFP

Sparkasse Kaiserslautern: Kreativwettbewerb

Beim Kreativwettbewerb der Sparkasse Kaiserslautern hatten Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr unter dem Motto „Schule der Zukunft“ die Möglichkeit, ihr Klassenzimmer, das Schulhaus, den Pausenhof oder ihre Turnhalle zu zeichnen, zu malen, zu basteln oder zu gestalten. Die kreativsten Werke wurden von einer Fachjury ausgewählt. Durch die Corona-Pandemie konnte eine Preisverleihung oder die Ausstellung der prämierten Kunstwerke in der Sparkasse leider nicht durchgeführt werden. Die Sparkasse Kaiserslautern bedankt sich auf diesem Weg nochmals bei allen Teilnehmer*innen und gratuliert den siegreichen Schülerinnen und Schülern, die ihre Preise bereits auf dem Postweg erhalten haben. Das Foto zeigt zwei der siegreichen Teilnehmerinnen, Lara und Mila, mit ihrer gebastelten „Glitzerschule“  © Sparkasse Kaiserslautern

Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) stärkt die Wissenschafts-und Innovationsregion Kaiserslautern: Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz zu Gast im PRE-Park

Am 10. August 2021 hat Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach, Vorsitzender des Vorstandes der SIAK, Clemens Hoch, den neuen Minister für Wissenschaft und Gesundheit in der Geschäftsstelle der Science and Innovation Alliance im PRE-Park Kaiserslautern empfangen. Die SIAK fördert über ihre Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft maßgeblich die Entwicklung der Wissenschafts-und Innovationsregion Kaiserslautern. Als führendes Netzwerk für die Themen der digitalen Transformation begleitet und initiiert sie Projekte und Kooperationen zu den Trendthemen der Zukunft, so auch im Projekt Standortkompetenzen in der Fahrzeugtechnologie der Zukunft, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz. „Rheinland-Pfalz ist ein Innovationsland. Unsere Universitäten, Hochschulen und Institute erbringen herausragende Forschungsleistungen, insbesondere hier am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern. Wir als Landesregierung wollen, dass wir noch schneller werden, Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen. Wir wollen, dass Forschung schnell zum Wohl der Menschen genutzt werden kann. Die SIAK verbindet Wissenschafts-und Wirtschaftspartner in der Region Kaiserslautern und trägt damit entscheidend dazu bei, die Anwendung der wissenschaftlichen Ergebnisse zu beschleunigen“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „Die SIAK bringt das wissenschaftlich-technische Knowhow und die innovativen Wirtschaftskompetenzen der Region an einen Tisch und vernetzt sie aktiv, um erfolgreiche Projekte, Kooperationen und Geschäftsbeziehungen zu initiieren und katalysieren“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach, Vorstandsvorsitzender der SIAK. Hauptziel des Vorhabens ist die Erfassung und werbewirksame Darstellung der herausragenden Kompetenzen der Wissenschafts-und Innovationsregion Kaiserslautern in der Fahrzeugtechnologie. Die Ergebnisse werden über die Websiten der SIAK und der Initiative „We move it“, deren Geschäftsstelle die Commercial Vehicle Cluster Nutzfahrzeug GmbH betreibt, veröffentlicht. Nebst Gesprächen zu der Zukunft des Wissenschafts-und Technologiestandorts Kaiserslautern und zu den Auswirkungen auf die SIAK durch die anstehende Kooperation der Technischen Universität Kaiserslautern mit dem Campus Landau der Universität Koblenz-Landau wurde der RC Unimog präsentiert. Weitere Informationen unter: https://agrosy.informatik.uni-kl.de/roboter/rc-unimog/   Downloads 20210811_PM_SIAK_Besuch_Minister_Hoch_MWG-1 Fotos: Minister Clemens Hoch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach Minister Clemens Hoch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach und Unimog Minister Clemens Hoch Präsentation SIAK mit Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach ©  Thomas Brenner Photographie

Handelsblattstudie zu Technologietransfer: TU Kaiserslautern zählt zu den erfolgreichsten deutschen Hochschulen

Im Auftrag des Handelsblatts hat das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) untersucht, wie den deutschen Hochschulen der Wissenstransfer in die Wirtschaft gelingt. Die jetzt erfolgte Veröffentlichung enthält positive Nachrichten für die Technische Universität Kaiserslautern (TUK): Die Kaiserslauterer Uni ist im Feld der 15 bestvernetzten Hochschulen platziert und hat dabei in drei von fünf Kategorien die Bestnote erhalten: Veröffentlichungen mit Industriepartnern, Anzahl der Ausgründungen und „in Patenten zitierte Veröffentlichungen“. [Mehr dazu]

Sparkasse: Technische Fusion folgt der rechtlichen Fusion

Nach der rechtlichen Fusion am 01. Januar 2021 werden in einigen Wochen an einem Wochenende die Datenbestände der Kreissparkasse Kaiserslautern und Stadtsparkasse Kaiserslautern zusammengeführt. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind im Plan. Die Verschmelzung der beiden Sparkassen ist so geplant, dass die wenigsten unserer Kunden von Änderungen betroffen sind“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Fusionssparkasse Kai Landes mit Blick auf das technische Fusionswochenende. „Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, dass einzelne Kundinnen und Kunden aufgrund von Überschneidungen der Kontonummernbereiche neue Kontonummern erhalten werden. Die betroffenen Kundinnen und Kunden werden per Brief über die Änderung informiert“, führte Landes weiter aus. Sowohl die Bankleitzahl der aufnehmenden Sparkasse (Kreissparkasse Kaiserslautern) als auch der Bank Identifier Code, kurz BIC, werden von der aufzunehmenden Sparkasse (Stadtsparkasse Kaiserslautern) übernommen und gelten ab dem technischen Fusionswochenende am 20. September 2021 für das gesamte Fusionsinstitut. Die geänderte International Banking Account Number, kurz IBAN, wird den Kundinnen und Kunden der aufzunehmenden Sparkasse (Stadtsparkasse Kaiserslautern) über den Kontoauszug nach dem Fusionswochenende mitgeteilt. In den vergangenen Wochen wurde im Rahmen verschiedener Fusionstestläufe die technische Zusammenführung verprobt, um bestens für das Wochenende – das sogenannte Cut-Over-Wochenende – vorbereitet zu sein. „Nach der technischen Fusion stehen wir Ihnen als größere, noch leistungsfähigere Sparkasse mit einem verbesserten Angebot sowie einheitlichen Prozessen und Produkten uneingeschränkt zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, egal ob in der Geschäftsstelle oder online“, so der für die IT zuständige Vorstand Kai Landes.

Kathrin Kilian ist neue Kanzlerin der Hochschule Kaiserslautern

Die neue Kanzlerin der Hochschule Kaiserslautern heißt Kathrin Kilian. Sie ist damit die erste Frau in der Leitung der Hochschule. Am 30. Juli 2021 überreichte Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt, Präsident der Hochschule Kaiserslautern, ihr die Ernennungsurkunde. Für Kilian ist die neue Aufgabe ein Heimspiel. Nach einigen Jahren Berufstätigkeit an der TU Kaiserslautern in den Bereichen Forschung, Lehre, Studiengangsleitung und Administration arbeitet die studierte Erziehungswissenschaftlerin bereits seit 2012 erfolgreich an der Hochschule Kaiserslautern als Referentin der Hochschulleitung. Weiterhin war sie Leiterin des Projektes „Studierenden-Erfolg erhöhen“, das 2020 erfolgreich abgeschlossen wurde. Neben der treuhändischen Verwaltung des Haushalts, der originären Aufgabe des Amtes eines Kanzlers der Hochschule, gehört für die neu gewählte Kanzlerin vor allem das Schaffen von guten Rahmenbedingungen für Lehre, Forschung und Entwicklung sowie Transfer und Weiterbildung zu ihrem Verantwortungsbereich. Einen Gelingensfaktor sieht sie in einem wertschätzenden Zusammenspiel der Verwaltung mit Lehre und Forschung, um gemeinsam den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. „Die Mitarbeitenden bilden die Basis für eine erfolgreiche Hochschule. Daher will ich das Thema der passgenauen Personalgewinnung und -entwicklung weiter vorantreiben. So lassen sich gemeinsam neue Zielgruppen erschließen und das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus auf allen Ebenen der Organisation rücken“, fasst Kilian ihre Ziele kurz zusammen. Zur PM der HS KL Kathrin Kilian & Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt © Hochschule Kaiserslautern

OLG und Hochschule setzen erfolgreiche Kooperation fort

Die Kooperation beim Bachelor-Studiengang „Wirtschaft und Recht“ wird erweitert und ein neuer Studiengang hinzugefügt. Herbert Mertin, Bernhard Thurn und Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Ab dem Sommersemester 2022 umfasst diese auch den neuen Master-Studiengang „Wirtschaft und Recht“ (M.A.). Eine derartige Kooperation ist deutschlandweit einzigartig. [Mehr dazu]

Junge Wissenschaftler als Botschafter der Region Sparkasse Kaiserslautern ehrt TU-Absolventen

Ausdauer würde früher oder später belohnt, zitierte Hartmut Rohden, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kaiserslautern, ein Dichterwort und wandte sich damit an die Universitäts-Absolventen, die bei der 37. Preisverleihung der Sparkassen-Stiftung für die Technische Universität Kaiserslautern ausgezeichnet wurden. Er ermunterte die Preisträger, diese Auszeichnung als Mehrwert für sich selbst zu erkennen und zu nutzen. Das Preisgeld sei „zwar ein schönes Zubrot“, viel mehr wiege aber die Urkunde, die die außergewöhnlichen Leistungen der jungen Wissenschaftler belegten. Der hohe Wert werde sich bei Bewerbungen, bei Forschungsanträgen und sicher auch bei einer eventuellen Existenzgründung als hilfreich erweisen, gab Rohden einen deutlichen Fingerzeig den Absolventen mit auf ihren Weg. Auch die Gesellschaft im Allgemeinen habe etwas von den Leistungen, so Rohden: „Wir freuen uns auf Sie und benötigen Sie!“ Mit über 760 Stiftungen und gut 1,7 Milliarden Euro Preisgeld sei die Sparkassen-Organisation Deutschlands größter Förderer, merkte Rohden an. Landstuhls Stadtbürgermeister Ralf Hersina sprach als weiterer stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats und des Stiftungskuratoriums der Sparkasse Kaiserslautern den Geehrten seine Anerkennung aus. „Ihre heute ausgezeichneten Arbeiten sind etwas ganz Besonderes“, sagte er an die Absolventen gerichtet. Er zeigte sich beeindruckt vom breiten Spektrum der Ergebnisse in den einzelnen Fachrichtungen und in wie viele unterschiedliche Bereiche diese hineinwirkten. Es sei deutlich geworden, dass die Arbeiten „Auswirkungen auf unser Leben in naher oder ferner Zukunft haben“. Damit sei wieder belegt, dass „die TU einen sehr guten Namen über die Region hinaus hat“ und Wertschätzung erfahre. „Was Sie hier angefangen haben, das ist unser aller Zukunft“, rief Hersina den Jungakademikern zu und forderte sie auf, als Botschafter diese Auszeichnung hinaus zu tragen. Professor Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern, bekannte seine Freude darüber, dass die Preisverleihung der Stiftung wieder „live und vor Ort stattfinden“ könne. Die Auszeichnung sei eine große Ehre für die jungen Wissenschaftler und sei für sie sinnstiftend mit Blick auf Forschungsvorhaben oder Jobs. Dieser Preis werde „den jungen Leuten den Weg ebnen“, wobei er hoffe, dass sie weiter an der Technischen Uni in Kaiserslautern blieben. Wer so ausgezeichnet wurde, werbe damit auch für die TU, sagte Thiel. Gleichzeitig hob er auch das unabdingbare „Commitment der betreuenden Kollegen“ hervor. Zusammen mit Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern, übergab Thiel die Urkunden. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung im Deutschordensaal von Sage Raymond am Klavier, sie ist Schülerin von Jessica Riemer an der Kreismusikschule. In diesem Jahr hat das Stiftungskuratorium sechs Masterarbeiten, eine Bachelorarbeit und zwei Promotionen als preiswürdig ausgewählt und mit jeweils 350 Euro bzw. 500 Euro und je einer Urkunde bedacht. Die Stiftung verfügt über ein Kapital von 250.000 Euro, aus dem jährlich Innovationen in Wissenschaft und Forschung bei der Technischen Universität Kaiserslautern gefördert werden. Besonderes Augenmerk haben dabei Forschungsprojekte, die der heimischen Industrie und Wirtschaft dienen. Bislang wurden insgesamt seit Bestehen der Stiftung 249.500 Euro an Preisgeld ausgereicht. Jonas Müller (Fachbereich Biologie) hat sich in seiner Masterarbeit im Bereich der Pflanzentechnologie mit Botenstoffen beschäftigt und nachgewiesen, dass bestimmte Reaktionen von einander entkoppelt ablaufen. Diese Erkenntnis hilft, Pflanzen künftig robuster und weniger wachstumsgehemmt zu machen. In seiner begonnen Dissertationsarbeit wird er dies ausführen, wie Betreuer Dr. David Scheuring ankündigte. Hanna Becker (Fachbereich Chemie) konnte in ihrer Masterarbeit am Menschen nachweisen, dass bei Aufnahme bestimmter Fruchtsaftkonzentrate wie Aronia, Granatapfel und Cranberry die Probanden Fettmasse abbauten ohne ihr Gewicht zu verringern. Mit Industriebeteiligung werde Becker weiterforschen, sagte Betreuerin Prof. Dr. Elke Richling. Jonas Ney (Fachbereich Elektro- und Informationstechnik) erhielt den Preis der Stiftung für seine Masterarbeit, in der er sich mit automatischer Texterkennung beschäftigte und wie dieser Vorgang möglichst energieeffizient von statten gehen kann. Er konnte einen Weg aufzeigen, wie z.B. Bibliotheken bei automatisierten Textscans über zweihundertmal weniger Energie verbrauchen werden. Der Doktorand werde an der TU bleiben, freute sich Betreuer Prof. Norbert Wehn. Vera Marie Memmesheimer (Fachbereich Informatik) beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit Fragen der Interaktion Mensch-Maschine und setzte dabei Methoden der Cross Reality (Augmented Reality) ein. Sie konnte messen, dass die sogenannte kognitive Last für den Menschen ansteigt; Ziel müsse es aber sein, diese so gering wie möglich zu halten, denn die Technik solle unterstützend wirken, erläuterte Betreuer Prof. Dr. Achim Ebert. Justus Arweiler (Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik) hatte sich in seiner Bachelorarbeit die Frage gestellt, ob man eine Methode entwickeln kann, mit der man in flüssigen Mischungen deren Inhalt bestimmen kann, obwohl man nicht weiß, was und wieviel davon enthalten ist. Mithilfe von maschinellem Lernen hat er eine automatisierende Folie entwickelt, die er in der Masterarbeit weiterbearbeitet, sagte Betreuer Prof. Fabian Jirasek. Philipp Seufert (Fachbereich Mathematik), beschrieb in seiner Masterarbeit mathematisch, wie statische Versuchsplanungen angelegt werden können und setzte dabei auf Erkenntnisse der Künstlichen Intelligenz-Forschung. Solche Versuchsplanungen werden bspw. in der chemischen Industrie eingesetzt. Über weitere Erkenntnisse des Doktoranden freute sich Betreuer Prof. Dr. K.-H. Küfer. Dr. Alexander Hein (Fachbereich Physik) entwickelte in seiner Dissertation einen optisch steuerbaren Filter, der bei der minimalinvasiven Endoskopie eingesetzt werden kann. Damit könne die Lichtsituation bei der Anwendung verändert werden, wodurch ein behandelnder Arzt exaktere Beobachtungen machen kann. Heins Arbeit habe mittlerweile internationale Aufmerksamkeit erhalten, so Betreuer Prof. Egbert Oesterschulze. Dr. Dominik Frankenberg (Fachbereich Raum- und Umweltplanung) untersuchte in seiner Dissertation die Struktur des kommunalen Finanzausgleichs und konzentrierte sich dabei nicht wie üblich auf die Verteilung der Gelder sondern stellte ein System auf, nach dem aufgabenadäquate Einzahlungen organisiert werden können. Das in Nordrhein-Westfalen erprobte Verfahren empfahl Betreuer Prof. Martin Junkernheinrich Rheinlad-Pfalz zur Nachahmung. Elena Brusius (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) beschrieb in ihrer Masterarbeit, wie es bei Firmen intern gelingen könnte, die Mitarbeiter zu Verantwortungsübernahme und strategischem Handeln zu bewegen. Sie schlug dabei ein klar bestimmtes Framework vor, das besonders auch für mittelständische Unternehmen von Bedeutung sein dürfte, sagte Betreuerin Prof. Tanja Rabl.       Foto (v.li.): Hartmut Rohden, stv. Vorstandsvorsitzender Sparkasse Kaiserslautern, Ralf Hersina, weiterer stellv. Vorsitzender Verwaltungsrat Sparkasse Kaiserslautern, Jonas Ney, Dr. Alexander Hein, Jonas Müller, Justus Arweiler, Dr. Dominik Frankenberg, Philipp Seufert, Hanna Becker, Elena Brusius, Vera Marie Memmesheimer, Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Professor Dr. Werner Thiel

6G-TECHNOLOGIE: RUND 22 MILLIONEN EURO FÜR KAISERSLAUTERN

Um die Digitalisierung voranzutreiben, ist die nächste Generation des Mobilfunkstandards 6G unabdingbar. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Konsortium mit 17 Partnern („Open6GHub“), das sich mit 6G-Standards und -Prozessen befasst. Dazu stellt es in den nächsten vier Jahren rund 68 Millionen Euro zur Verfügung. Jeweils rund elf Millionen Euro davon gehen an die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wo Professor Dr. Hans Schotten das Vorhaben koordiniert. Es geht unter anderem um Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neuartige Rechnernetze. [mehr dazu]