Systemischer KI-Ansatz – Feierliche Eröffnung des DFKI Labors in Darmstadt

Seit März letzten Jahres stärkt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) die KI-Grundlagenforschung mit dem DFKI-Labor Darmstadt. Eingebettet in das hessische KI-Ökosystem kombinieren die drei neuen Forschungsbereiche systemische KI-Ansätze zu neuen Impulsen für Wirtschaft und Gesellschaft. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft fand am 23.03.2023 die feierliche Eröffnung in Darmstadt statt. Technologie-Demonstrationen, Impulsvorträge und ein Podiumsgespräch fungierten mit zahlreichen Grußworten als Höhepunkte der Feierlichkeit. Mehr Informationen unter DFKI
Fraunhofer ITWM auf der E-world energy & water 2023

Kaum ein Thema wird derzeit mehr diskutiert: die Energiewende. Ihren Herausforderungen haben sich auch Forschende des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern verschrieben und entwickeln bereits seit Jahren innovative Methoden und Modelle für die Energiebranche. Vom 23. bis 25. Mai 2023 stellen die Forschenden verschiedene Energie-Projekte auf der Leitmesse E-world in Essen vor. Ressourcen-optimierte Produktion Jede Produktionsanlage lässt sich auf vielerlei Weisen optimieren. Hierauf konzentrieren sich auch die Forschenden der Abteilung »Systemanalyse, Prognose und Regelung«. Sie entwickeln eine Künstliche Intelligenz (KI), die für eine nachhaltige Produktion sowie eine intelligente Energieerzeugung und -verteilung sorgen. So ermitteln sie, wie sich der Energiebedarf abhängig von Produktionsschritten und Betriebspunkten der Anlagen verändert. Ziel dabei ist es, den Energiebedarf vorrauschauend planen und optimal steuern zu können. Dabei berücksichtigen die Forschenden aber stets verschiedene weitere produktionsrelevante Zielgrößen: Produktqualität und Durchsatz, Energienutzung, Einsatz der verwendeten Rohstoffe sowie Zustand und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen. Die entwickelten Verfahren führen zu einem nachhaltigen, ressourceneffizienteren Anlagenbetrieb. Künstliche Intelligenz im Schaltschrank Das Leistungsspektrum der Technologien umfasst so die Herleitung, Adaption und Implementierung der Algorithmen bis zur Auswahl und Integration von Hard- und Software im Schaltschrank. Dabei spielt Predictive Maintenance, also das Verringern von Ausfallzeiten und das Maximieren von Verfügbarkeiten von Anlagen durch Machine Learning, eine große Rolle. Das Fraunhofer ITWM erstellte hierzu eine KI, die mit Hilfe von smarten Sensordaten und Digitalen Zwillingen hilft, Stillstände zu vermeiden und Ausfallzeiten geringzuhalten, Wartungen kostenoptimal zu planen sowie Energie- und Produktionskosten bei optimaler Qualität zu senken. Auf der E-world zeigen die Forschenden mit einem Demonstrator, wie sich diese KI in den Schaltschrank von Maschinen und Anlagen installieren lässt. Intelligente Produktion in der Getränkeindustrie Ein Beispiel für diese Technologie ist das Projekt DESPRIMA (Demand-Side- und Produktionsmanagement für Getränkeabfüllprozesse). Hier ermöglicht nämlich ein smartes Energiemanagement die Bereitstellung von Produktionsflexibilitäten zur Netzstabilisierung. Die Forschenden entwickelten eine Modellbibliothek, deren Komponenten das Spritzgießen der Flaschenrohlinge sowie den gesamten Getränkeabfüllprozess abbilden – im Hinblick auf Energieverbrauch, Anlagenperformance und Robustheit bezüglich aller Stellgrößen. Flexibel also beeinflussen Stromkunden den eigenen Verbrauch, um auf Anfrage des Netzbetreibers die schwankende Stromerzeugung aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen auszugleichen und so seine Stromkosten zu senken. Flexible Lasten am Energiemarkt Auch die Abteilung »Finanzmathematik« des Fraunhofer ITWM ist vor Ort und präsentiert einige ihrer Projekte. Ihr Fokus in der Energieforschung liegt auf der Flexibilität von Lasten am Energiemarkt, also der Entwicklung neuer Algorithmen. So zum Beispiel im vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt EnerQuant. Die Forschenden entwickeln hier Algorithmen für Qubit-basierte Quantencomputer und Quantensimulatoren zur Lösung eines energiewirtschaftlichen Fundamentalmodells mit stochastischen Einflussgrößen. Ebenso zeigt das Fraunhofer ITWM das vom Bundesbildungsministerium geförderte Projekt ENets. Hier erstellt das Team mathematische Prognosemodelle, wie sich der Strombedarf im Jahresverlauf entwickelt, um das Stromnetz der Zukunft optimal zu gestalten. Die Forschenden der Abteilungen »Systemanalyse, Prognose und Regelung« und »Finanzmathematik« des Fraunhofer ITWM stellen diese und weitere Projekte ab 23. Mai in der Messe Essen in Halle 5, Standnummer 040 / 054, vor. Mehr Informationen unter Fraunhofer ITWM Pressemeldung zum Download als PDF [ PDF 0,21 MB ] Bild zum Download: KI im Handformat: Der intelligente Mikrocontroller des Fraunhofer ITWM [ JPG 0,21 MB ]
#HM23: Finalistenpreis des Factory Innovation Awards geht ans Fraunhofer IESE

Die Hannover Messe 2023 hatte dieses Jahr einiges zu bieten. Zu den Highlights der internationalen Industriemesse zählte für das Fraunhofer IESE diesmal u. a. der Erhalt des Finalistenawards im Rahmen der Factory Innovation Awards in in der Rubrik »Digitale Transformation der Fabrik«. Frank Schnicke (Expert »Industrie 4.0 System Architectures«, Fraunhofer IESE), nahm den Preis während einer feierlichen Verleihung im Namen des Software-Institutes entgegen. Ausgelobt wurde die Auszeichnung vom Zentrum Industrie 4.0 Potsdam und dem GITO Verlag. Mehr Informationen unter Fraunhofer IESE
das Handbuch Sharing Economy

Teilen und davon profitieren – wie’s geht zeigt das Handbuch Sharing Economy Die Sharing Economy stellt für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine einmalige Chance dar, ungenutztes Potenzial auszuschöpfenund langfristig auch international höchst konkurrenzfähig zu bleiben. Genau damit beschäftigt sich der dritte und letzte Teil der Handbuchreihe des Mittelstand-Digital Zentrums Kaiserslautern. Das Handbuch zeigt Ihnen, wieso Sie sich mit der Idee des Teilens beschäftigen müssen und gibt Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie die Sharing Economy nutzen und von dieser profitieren können. Entstanden ist das Handbuch in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Innovations- und Technologie Management (iTM) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Wer mit Sharing Economy nur Plattformen für das Teilen von Autos, Wohnungen oder Werkzeugen verbindet, übersieht die Chancen, die eine Übertragung der Idee in die Produktion mit sich bringt. Gerade mittelständische Unternehmen sollten die Chancen der Sharing Economy nicht verschlafen, da sie zu geringeren Investitionskosten, einer höheren Auslastung und neuen Geschäftsmodellen führen können. In Zeiten steigender Rohstoff- und Energiepreise müssen KMU Wege finden, ihre Ressourcen nachhaltig und effizient einzusetzen. Die Sharing Economy kann eine Möglichkeit sein, genau das zu tun und darüber hinaus monetär zu profitieren. Das Handbuch Sharing Economy richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen des produzierenden Gewerbes und des Handwerks. Sie brauchen keinerlei Vorkenntnisse, sondern können sich durch die beschriebenen praxisnahen Beispiele Stück für Stück der Sharing Economy nähern. So erfahren Sie ganz konkret, wie Sie mit Sharing Economy in Ihrem Unternehmen beginnen können. Nach einer kompakten Einführung und Definition, welche Formen Sharing Economy annehmen kann, und einigen Beispielen von funktionierenden Sharing-Modellen aus der Praxis, bildet der Handlungsleitfaden mit Do’s und Dont’s das Kernstück des Handbuchs. Die im Handbuch entwickelte Ampel zeigt die Vorbehalte und Herausforderungen bei der Einführung von Sharing Economy auf, beschäftigt sich mit Entscheidungen und Fragestellungen und gibt anschauliche Hands-On-Tipps. „In Zukunft werden KMU auf jeden Fall mit den Themen Sharing Economy und Shared Production konfrontiert werden. Eine geschickte und frühzeitige Positionierung auf den entstehenden Sharing-Plattformen und digitalen Ökosystemen kann da einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten. Mit unserem Handbuch machen wir Sie fit dafür!“, beschreibt Co-Autor Christian Vollmer den großen Nutzen des Handbuchs für KMU. Zum Handbuch
Du suchst einen spannenden Werkstudierendenjob?

Wir bei der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern suchen dich als Werkstudent*in (m/w/d) im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ab sofort: Deine Tätigkeiten: Du unterstützt das „Science & Technology City Center“-Projekt in der Aufbauphase Du erstellst erste Kommunikationsmaterialien für Print, Web und Social Media Du betreust Projektkanäle und entwickelst geeignete Kommunikationsstrategien Du bringst deine eigenen Ideen rund um Prozesse und Marketing ein Du bist bei uns richtig, wenn … Du Praxiserfahrung während deines Studiums sammeln möchtest Du Begeisterung und Interesse an technologischen Themen hast sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich und zielgruppengerecht darzustellen Du Kreativität und Hands-On-Mentalität mitbringst Du Lust auf Startup-Spirit und abwechslungsreiche Aufgaben hast Selbstständiges Arbeiten und Eigeninitiative genau dein Ding sind Alles Weitere erfährst du hier
Landesregierung fördert Vorlaufforschung am Fraunhofer ITWM

Landesregierung fördert Vorlaufforschung am Fraunhofer ITWM: MaTBiZ und QUIP Für das Land Rheinland-Pfalz sind Biotechnologie und Quantencomputing zwei wichtige Forschungsschwerpunkte, darum brachte Wissenschaftsminister Clemens Hoch gleich zwei Förderbescheide nach Kaiserslautern. Unterstützt werden die Quanteninitiative Rheinland-Pfalz (QUIP) und das am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM beheimatete Projekt MaTBiZ. Reflexionsseismik ist ein leistungsfähiges Verfahren, um den Erduntergrund zerstörungsfrei zu erkunden, beispielsweise bei der Suche nach Öl-, Gas- oder Heißwasserreservoirs. Dabei werden Schallwellen in die Erde geschickt und die reflektierten Signale ausgewertet. Das ermöglicht Rückschlüsse auf Beschaffenheit und Struktur des Untergrunds und hilft Reservoirs zu finden. Die Technik funktioniert sowohl an Land als auch auf dem Meer, offshore im Bereich der Kontinentalsockel. Entscheidend für den Erfolg sind die Bearbeitung und die Analyse der gewonnenen Daten. Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern hat die Methodik für das Datenprozessing weiterentwickelt. Durch das verbesserte seismische Imaging entsteht aus den Rohdaten in einem mehrstufigen Prozess ein hochdetailliertes Abbild des Meeresbodens und seines komplexen Untergrunds. Mehr Informationen unter Fraunhofer ITWM PM als pdf zum Download: Pressemitteilung zum Download [ PDF 0,34 MB ] Bild zum Download: V.l.n.r.: Dr. Konrad Steiner, Prof. Dr. Georg von Freymann, Prof. Dr. Anita Schöbel, Wissenschaftsminister Clemens Hoch, Prof. Dr. Claudia Redenbach, Markus Rauhut ©Fraunhofer ITWM [ JPG 1,38 MB ] Bild zum Download: Minister Clemens Hoch bestaunt den Zylinder mit Betonprobe der im Ct untersucht wird [ JPG 1,3 MB ]
Der SIAK-Newsletter 01/2023 ist da!

Wir freuen uns, Ihnen die erste Ausgabe des SIAK-Newsletters im Jahr 2023 präsentieren zu dürfen. Es erwarten Sie Informationen zu unseren Mitgliedern, dem Netzwerk und Highlights aus der Wissenschafts- und Innovationsregion Kaiserslautern (WIR KL). SIAK-Newsletter 012023 (mit anklickbaren Links) [dflip id=”6021″ ][/dflip]
Seismisches Imaging visualisiert den Erduntergrund

Bei der Reflexionsseismik dringen Schallwellen viele tausend Meter unter die Erdoberfläche. Die reflektierten Signale lassen Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Untergrunds zu. Dabei werden Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Auch wenn diese im Zuge der Abkehr von fossilen Energien nicht mehr gefördert werden: Genaue Kenntnisse der Gesteinsstrukturen sind notwendig, um bekannte Reservoirs noch besser zu verstehen. Als Speicher für Treibhausgase könnte der Untergrund ebenfalls eine Rolle spielen. Mit verbesserten Algorithmen für Maschinelles Lernen (ML) und neuen Konzepten im High Performance Computing werten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM die Seismik-Daten jetzt noch detailgenauer aus. Die Technik könnte auch beim Bau von Windkraftwerken helfen. Mehr Informationen unter Fraunhofer ITWM PM als pdf zum Download: Pressemitteilung zum Download [ PDF 0,2 MB ] Bild zum Download: Seismisches Imaging [ JPG 1,28 MB ] Bild zum Download: Seismisches Imaging visualisiert den Erduntergrund [ JPG 0,49 MB ]
Schneller zum zuverlässigen PCR-Testergebnis

Klingt lustig, ist aber ernste Wissenschaft und wird darum auch gefördert vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit: FAST-MoPPS heißt ein neues Projekt zur Entwicklung mobiler PCR-Tests. Ministerialdirektor Daniel Stich übergab in Mainz den Förderbescheid an die beteiligten Fraunhofer-Institute: Das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. Hinter FAST-MoPPS verbirgt sich die »Virtuelle Designentwicklung und praktische Testung von System- und Kartuschenkomponenten zum ultraschnellen und sensitiven PCR-vor-Ort-Nachweis«. Bisher stellen PCR-Tests im Labor die zuverlässigste Methode zum Nachweis pandemische Virusinfektionen wie Covid-19 dar. Allerdings vergehen meist ganze Tage, bis das Testergebnis bei den erkrankten Personen ankommt. Point of Care statt Labor Diesen Prozess wollen das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM in Mainz und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern beschleunigen. In Kooperation entwickeln sie ein Test-Design, das die kostengünstige Herstellung des Tests ermöglicht, den massentauglichen Einsatz erlaubt und aussagekräftige Testergebnisse gewährleistet. Die Besonderheit: Die Tests müssen nicht in ein Zentrallabor gebracht werden, sondern werden im Krankenhaus direkt auf der Station, in der Praxis oder Apotheke eingesetzt und ausgewertet, also am sogenannten Point of Care. Förderung mit ERFE-Mitteln Gut 1,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE-REACT-EU) fließen noch bis Juni 2023 in das seit Juli 2022 laufende Projekt. Daniel Stich, Ministerialdirektor im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte die Fördermittel an Prof. Dr. Michael Maskos, den Institutsleiter des Fraunhofer IMM und an Prof. Dr. Karl-Heinz Küfer, Leiter des Bereichs »Optimierung« am Fraunhofer ITWM. Das Fraunhofer IMM verfügt über einen Cobot – einen kollaborativen Roboter, der die Proben in die PCR-Geräte hinein pipettiert – und steuert in erster Linie seine Expertise in der Labordiagnostik bei. Beim Fraunhofer ITWM steht die Simulation und Optimierung der Prozesse im Vordergrund: »Wir bilden das PoC-Gerät und den unterliegenden Bioprozess mit einer thermischen Simulation ab; damit erarbeiten wir optimale Parameter, um einen guten Ausgleich von Material- und Verbrauchskosten sowie Prozesszeit zu finden«, beschreibt Küfer den Part der Kaiserslauterer Mathematiker. PM als pdf zum Download: Pressemitteilung zum Download [ PDF 0,41 MB ] Bild zum Download: V.l.n.r.: Ministerialdirektor Daniel Stich, Prof. Dr. Michael Maskos, Leiter des Fraunhofer IMM und Prof. Dr. Karl-Heinz Küfer, Leiter des Bereichs »Optimierung« am Fraunhofer ITWM ©Fraunhofer IMM [ JPG 3,85 MB ]
Jugend forscht: Richtig große Ideen

Sparkasse Kaiserslautern unterstützt „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ Unter dem Motto „Mach Ideen groß!“ waren in diesem Jahr 55 Teilnehmer mit insgesamt 29 Forschungsprojekten beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ angetreten, um einen der begehrten Preise und Auszeichnungen beim Nachwuchsforscher-Wettbewerb zu erringen. Am 25. Februar 2023 konnten nun die teilnehmenden Schüler der Gymnasien und Gesamtschulen der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern sowie weiterer Schulen aus der Westpfalz und der Vorderpfalz, aus Rheinhessen, Hunsrück, Trier, Mosel und Eifel ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorstellen. Die Sparkasse Kaiserslautern war zum 30. Mal Patenunternehmen und stellte wieder personelle und organisatorische Unterstützung bereit. In der Kundenhalle der Sparkasse Kaiserslautern herrschte junges Stimmengewirr. Mit Verve und leichter Aufregung, mit Mitteilungsfreude und Vorführwillen erklärten die am Wettbewerb teilnehmenden Schüler und Schülerinnen ihre Arbeiten den nicht selten staunenden Besuchern. Ob in den Fächern Chemie, Biologie, Physik oder Technik – in allen MINT-Sparten warteten die Nachwuchsforscher mit teilweise verblüffend einfachen aber wirkungsmächtigen Ideen auf. Viel drehte sich um alternative Energieerzeugung und um Klima- und Umweltschutz. Eine Jury hatte keine leichte Aufgabe, unter allen Arbeiten und Arbeitsgruppen die besten zu bestimmen. „Jeder von euch hat bereits einen Erfolg erzielt, denn bereits die Teilnahme ist ein Erfolg!“, rief daher Hartmut Rohden, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kaiserslautern, den Kindern und Jugendlichen bei der anschließenden Feierstunde anerkennend zu. Ob bei Praktika, Stipendien oder Job – es werde als Vorteil gewertet, wenn man bei „Jugend forscht“ teilgenommen hat, so Rohden. „Wenn ihr so weiter macht, werdet ihr alle einen Arbeitsplatz in Kaiserslautern bekommen,“ sagte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse und Kaiserslauterns Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel den Jungforschern voraus. Aufgrund des demographischen Wandels müssten die Lücken im MINT-Bereich geschlossen werden, was besonders für die Region wichtig sei, da man bei der Regionalentwicklung seit langem auf die Ansiedlung von technologielastigen Unternehmen zielte. Mittlerweile seien einige Marktführer hier ansässig, für deren Produkte und Dienstleistungen „Made in Kaiserslautern“ als Gütesiegel gelten könne, so Weichel. Der promovierte Biologe Weichel unterstrich auch das Netzdenken, das besonders Naturwissenschaftler ausmache – im Gegensatz zu monokausalem Modelldenken, das er eher bei geisteswissenschaftlichen Disziplinen finde. Fasziniert von den vielen Forschungsgegenständen, mit denen sich die Schüler und Jugendlichen beschäftigten, zeigte sich Gudrun Heß-Schmidt, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kaiserslautern. „Behaltet euch diese Neugier bei“, wünschte sie den Nachwuchsforschern und empfahl, den Wettbewerb auch als Beginn eines Netzwerks zu sehen, dessen „Benefit ihr erst später merken werdet“, so Heß-Schmidt. Sie betonte die Wichtigkeit dieses Wettbewerbs, dieser sei „eine Plattform mit Perspektiven“. Sowohl der Patenbeauftragte der Sparkasse, Michael Pfleger, als auch die Regionalwettbewerbsleiterin Diana Weber erfuhren vielfältige Dankesworte für ihre Arbeit, ihr Engagement und ihre investierte Zeit. Pfleger bewundere das Engagement der Schüler sowie die Vielfalt der Projekte. Weber betonte das in den Projekten steckende „Interesse, Ausdauer und Herzblut“ der Schüler und Schülerinnen. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Blockflöten-Trio der Kreismusikschule mit Juliana Ernst, Charlotte von Freymann und Verena Recktenwald. Deutschland größter Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ bietet Schülern, Auszubildenden und Studenten im Alter von 15 bis 21 Jahren, die sich für die MINT-Fächer interessieren, eine Plattform, um ihre innovativen Ideen und Forschungsergebnisse vorzustellen. Jüngere Schüler bis 15 Jahre können an der Juniorensparte des Wettbewerbs, „Schüler experimentieren“, teilnehmen. Die Gewinner werden mit Urkunden, Preisgeldern und Sonderpreisen ausgezeichnet. Außerdem qualifizieren sich die Erstplatzierten automatisch für die nächste Runde des Wettbewerbs, den Landeswettbewerb, dessen Sieger wiederum zum Bundeswettbewerb eingeladen werden. Im Wettbewerb „Jugend forscht“ im Fach Biologie haben teilgenommen: Lena Marie Schinke vom Herzog-Johann-Gymnasium Simmern erhielt den ersten Preis für ihre Arbeit „Kraft der Natur: Versorgung von schwer behandelbaren Wunden mit Manuka-Honig“; der zweite Platz ging an Luisa Stenzel und Emma Kohl vom Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern, die untersuchten ob „Tapping- konzentrationsfördernd“ sei. Dafür erhielten sie zusätzlich den Sonderpreis für das beste interdisziplinäre Projekt. Den dritten Platz erreichten Johanna Kneller, Laura Fabienne Kadel und Malin Stempinski vom Reichswald-Gymnasium Ramstein-Miesenbach, die sich mit der „Makrowirkung von Mikroschadstoffen“ auseinandersetzten, wofür sie den Sonderpreis Umwelttechnik des Beirats Naturschutz der Stadt Kaiserslautern erhielten; teilgenommen hat ferner Marlon Gellweiler. Im Fach Chemie ging der erste Platz an Laura Seeling vom Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern, die versuchte herauszufinden, ob „Koffein als Lernhelfer – sowie zur Steigerung der geistigen Leistung“ taugt und erhielt dafür zusätzlich ein Abo der „Bild der Wissenschaft“. Noemi Rechenbach vom Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern kam mit ihrer Untersuchung von „Desinfektionsmitteln und Seife – welches Produkt wirkt am besten“ auf den zweiten Platz und erhielt den Sonderpreis MNU-Stipendium. Der dritte Platz ging an Jonathan Werner, Niklas Holstein (Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken) und sie erhielten zusätzlich ein Zeitschriften-Abo „Make-Kreativ“. Im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ haben teilgenommen: Im Fach Biologie belegten Leni Schall, Luna Junker vom Ausonius Gymnasium Kirchberg den ersten Platz; der zweite Platz ging an Vanessa Krauß, Mila Ermel, Pauline Hamann vom Veldenz-Gymnasium Lauterecken (Sonderpreis Beirat Naturschutz Kaiserslautern); Uglik Agost Andras vom Ausonius Gymnasium Kirchberg Hunsrück, kam auf den dritten Platz. Teilgenommen haben: Emil Zernia von der Christian-Erbach-Realschule plus Gau-Algesheim (Abo „Natur“); Rebekka Gebhard, Krista Diez Canseco vom Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern; Luuk Wilking, Maikel Gerasimov vom Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern Im Fach Chemie ging der erste Platz an Joshua Renner, Thomas Gebhard vom Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern; Zweiter Platz Leonard Moritz Schmidt, Lukas Julian Weiler ebenfalls Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern; Dritter Platz: Melissa Gehm, Sophie Fabienne Gräbner, Thea Cloß vom Veldenz-Gymnasium Lauterecken; teilgenommen haben Nele Tornello, Mia Müller (Otto-Schott-Gymnasium, Mainz) (Kosmos Experimentierkasten), Lilly Maus (Hildegardis-Schule Bingen). Im Fach Physik ging der erste Platz an Jakob Mihm, Grundschule am Mäuseturm Bingerbrück; Ariana Herzog, Ausonius-Gymnasium kam auf den zweiten Platz; Dritter Platz: Jonas Peiter, Nico Weirich, Leonard Druschke, Ausonius-Gymnasium (Sonderpreis Qualitätssicherung zerstörungsfreie Prüfung). Teilgenommen haben: Noah Weissbart vom BurgGymnasium Kaiserslautern, Elias Nagel, Jannis Dragun, Arian Distler: Veldenz-Gymnasium Lauterecken (Sonderpreis plus-MINT für Kreativität in Physik), Sebastian Theis, Isabell Dill, Noah Much vom Veldenz-Gymnasium Lauterecken (Sonderpreis plus-MINT für interdisziplinäre Projekte). Im Fach Technik ging der erste Platz an Luca Fynn Winter, Nils Studt vom Veldenz-Gymnasium Lauterecken; Zweiter Platz an Ngoc Thanh Doan Hildegardis-Schule Bingen; Dritter Platz an Luca Dahlem, Felix Schweigmann, Emil Deßloch: Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken. Teilgenommen haben: Peter Schinke, Anton Keil, Lukas Gittler vom Ausonius-Gymnasium; Fabian Ternis, Norwin Mertins: Heinrich-Heine-Gymnasium