Das SIAK-Jahr 2023

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Netzwerkpartnern können wir auf ein erfolgreiches SIAK-Jahr 2023 zurückblicken, dessen Highlights und wir kurz und knapp in einer Broschüre zusammengefasst haben. In den SIAK SUCCESS STORYS finden Sie unsere spannendsten Veranstaltungen, wie die erste Ausgabe unseres “Highway to Hightech” oder unsere Imagefilmpremieren, die Fortschritte unserer Projekte, wie das 42 oder die Standortkampagne “Kaiserslautern für den nächsten Schritt”, und einiges mehr. Werfen Sie einen Blick hinein: SIAK SUCCESS STORYS.
Planspiel Künstliche Intelligenz

Durch herausfordernde Aufgaben und lehrreiche Erfahrungen werden Unternehmen spielerisch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorbereitet. Das Institut für Wirtschaftsinformatik hat im Rahmen des Mittelstand-Digital Zentrums Kaiserslautern das Planspiel Künstliche Intelligenz entwickelt. Es bietet allen KI-Enthusiasten die Möglichkeit, die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu begreifen. Ziel des Spiels ist es, ein Unternehmen durch die erfolgreiche Implementierung von KI-Anwendungen wettbewerbsfähig aufzustellen. Die Spielenden sammeln dabei KI-Readiness-Punkte, welche die Fortschritte und Erfolge im Spiel widerspiegeln. Das Planspiel ist ideal für Unternehmen, die sich für KI interessieren, aber auch für erfahrene KI-Anwender, die ihre Kompetenzen im KI-Projektmanagement weiterentwickeln möchten. Im Verlauf des Spiels durchlaufen die Spielenden alle Phasen eines KI-Projektes und werden dabei mit einer Vielzahl von herausfordernden Aufgaben konfrontiert: sie müssen vorhandene Ressourcen optimal nutzen, die richtigen Entscheidungen treffen und alle relevanten Akteure eines Unternehmens einbinden. Eine besondere Herausforderung des Spiels besteht darin, mit unvorhersehbaren Ereignissen umzugehen, die die Kreativität und Anpassungsfähigkeit herausfordern. Das Planspiel liegt in mehreren Auflagen vor und kann parallel von mehreren Gruppen in einem kompetitiven Modus gespielt werden. Am Ende gewinnt die Gruppe mit den meisten KI-Readiness-Punkten. Dabei bietet es nicht nur eine lehrreiche Erfahrung, sondern auch eine spannende und interaktive Art, sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten von KI auseinanderzusetzen. Das Spiel kann auf Anfrage deutschlandweit ausgeliehen werden. Pressemitteilung
Projekt eQuality: Fehler in Oberflächen schneller finden dank Künstlicher Intelligenz

Vom Haushaltsgegenstand über Bauteile für Fahrzeuge bis hin zu Medizintechnik – bei der Herstellung von Produkten gilt es, selbst die kleinsten Defekte sicher und schnell zu entdecken, am besten automatisiert. Wie dieser Prozess dank Künstlicher Intelligenz (KI) verbessert werden kann, untersuchen Forschende des Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM im Projekt »eQuality«. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit 600.000 Euro. Automatisierte Inspektionssysteme sind zwar Stand der Technik, aber teuer und brauchen viel Zeit und Know-how in der Entwicklung. Letzteres gilt insbesondere für die Fehlersuche in nicht-standardisierten Bauteilen. Schneller geht es mit einer gut bestückten Datenbank, die anwendungsrelevante Fehler abbildet. Dabei werden nicht nur echte Bilddaten gesammelt, sondern auch Datensätze, die Defekte so beschreiben, dass daraus künstliche und fotorealistische Bilder erzeugt werden können. Digitale Fehlerbibliothek Die Abteilung »Bildverarbeitung« am Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern beschäftigt sich schon lange mit der Detektion von Fehlern in Oberflächen: »Wir liefern komplette Inspektionssysteme, also Hardware und Software«, sagt Abteilungsleiter Markus Rauhut. »In den vergangenen Jahren haben wir unsere Algorithmen um Methoden des Maschinellen Lernens erweitert. Wir können nun fotorealistische Datensätze generieren, mit denen wir unsere KI trainieren.« Projektleiterin Dr. Petra Gospodnetic ergänzt: »Damit reduzieren wir Anzahl physischer Fehlerproben erheblich, aus denen die KI üblicherweise lernt. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz können wir unsere Fehlerbibliothek signifikant erweitern, noch mehr Fehler erkennen und spezifizieren.« Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, brachte den Förderbescheid persönlich nach Kaiserslautern und ordnete eQuality so ein: »Das Projekt zeigt, dass Künstliche Intelligenz bereits eine enorme Anwendungsnähe hat und einen Beitrag leisten kann, Produktion nachhaltiger zu gestalten und die Qualität von Produkten sicherzustellen. Das Fraunhofer ITWM trägt mit eQuality zur Stärkung der Innovationskraft des Forschungsstandortes und zur Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft bei, indem es einen Beitrag leistet, die Vorreiterrolle von Rheinland-Pfalz im Bereich KI sicherzustellen, einem erklärten Ziel in unserem Koalitionsvertrag.« Fokus liegt zunächst auf Fehlern auf Metalloberflächen Ziel des Projekts »eQuality« ist eine Online-Plattform, über die Menschen aus der Praxis in Industrie und Forschung Defekte entsprechend ihrer speziellen Produkte erzeugen und herunterladen können. Im ersten Schritt deckt die Bibliothek eine Reihe von Fehlern ab, die für Metalloberflächen charakteristisch sind – wie Beulen, Kratzer, Risse, Kühlmittelrückstände, Metallspäne, Staubpartikel oder Flecken. Pressemitteilung zum Download [ PDF 0,28 MB ] Bild zum Download: Bescheidübergabe am Fraunhofer ITWM [ JPG 1,02 MB ] Bild zum Download: Detektierte Fehler auf echten und synthetischen Metalloberflächen [ JPG 0,08 MB ]
Grüne Woche 2024 – DFKI zeigt Erdbeerpflückroboter und KI-Ökosystem

In drei Hallen stellt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz auf der Internationalen Grünen Woche, die vom 19. bis zum 28. Januar 2024 in Berlin stattfindet, neue Technologien für die Landwirtschaft vor. In Halle 23a zeigt das DFKI erstmals seinen Erdbeerpflückroboter der Öffentlichkeit. Am Gemeinschaftsstand des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. ist für den smarten Roboter extra eine Reihe von Erdbeerpflanzen angelegt. Klein, flexibel und preiswert soll er sein, und dazu selbstständig Obst ernten. Entwickelt wird das System im Projekt RoLand (Robotische Systeme in der Landwirtschaft), koordiniert vom Robotics Innovation Center (RIC) des DFKI Bremen. Das konkrete Anwendungsszenario ist die Erdbeerernte im freien Feld, die die Obstbauern vor zunehmende Herausforderung stellt. Landwirtschaftliche Betriebe, wie der im Projekt assoziierte Erdbeerhof Glantz, beklagten einen Rückgang von Saisonarbeitskräften auf der einen sowie gestiegene Löhne auf der anderen Seite, sagt DFKI-Projektleiter Dipl.-Ing. Heiner Peters: „Hier setzt unser Roboter an. Er soll die Helfenden bei der Ernte unterstützen und sie entlasten. Er kann bei Bedarf parallel arbeiten oder auch nachts eingesetzt werden.“ Das System ermöglicht eine kostengünstige Automatisierung in der Landwirtschaft. Auf größeren Feldern ist der Einsatz mehrerer Roboter denkbar. KI erkennt reife Früchte Die technischen Komponenten des Erdbeerpflückroboters sind eine mobile Plattform, ein Fruchterkennungssystem und ein Erntegreifer. Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erkennt der Roboter, welche Früchte reif genug sind, gepflückt zu werden. Potenziell lässt sich diese KI-Methodik auch auf andere Obstsorten übertragen. Auf der Grünen Woche wird das System zunächst mit nur einem Greifarm zu sehen sein, langfristig sind auf beiden Seiten Greifer geplant. Eine der Herausforderungen für die Forschenden liegt darin, die Greifarme in die Lage zu versetzen, einerseits reife Erdbeeren sauber vom Stil zu trennen, sie andererseits dabei aber nicht zu zerdrücken. Diese Probleme werden im Projekt derzeit adressiert. Peters: „Unser Ziel ist es, zum Projektende mit jedem Greifer in sechs Sekunden eine Erdbeere zu pflücken, also insgesamt alle drei Sekunden eine. Das entspricht in etwa der menschlichen Pflückleistung.“ RoLand wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über eine Laufzeit von drei Jahren mit einer Summe von 1,7 Millionen Euro gefördert (1.10.21 – 30.9.24). Das Robotics Innovation Center des DFKI koordiniert das Projekt. Projektbeteiligte sind das Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) Hamburg, die Othmerding Maschinenbau GmbH & Co.KG sowie der Glantz Erdbeerhof (assoziiert). Weitere Informationen: https://robotik.dfki-bremen.de/de/forschung/projekte/roland Ort: Halle 23a, Sonderschauhalle des BMEL – Roboter in der Landwirtschaft Stand: Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) Kontakt DFKI: Dipl.-Ing. Heiner Peters: heiner.peters@dfki.de Die weiteren DFKI-Beteiligungen auf der Grünen Woche im Überblick In Halle 3.2, Innovationsforum Landtechnik, präsentieren Forschende aus Niedersachsen und Kaiserslautern ein gemeinsames offenes KI-Ökosystem für die Agrar- und Ernährungswirtschaft, das in dem Leuchtturm-Projekt Agri-Gaia und seinem Schwesterprojekt NaLamKI entsteht. In Halle 3.2 laden Agri-Gaia und NaLamKI zur Tagung “Agrar-Ökosysteme der Zukunft mit KI gestalten” ein. Beginn ist am Donnerstag, 25. Januar, um 10 Uhr auf der großen Bühne. Impulsvorträge sowie Diskussionsrunden stehen auf dem Programm, das sich in drei Sektionen auf den Vormittag und Nachmittag aufteilt. Das Ende ist für 18 Uhr geplant. In Halle 1.2 am Stand der Lienig Wildfruchtverarbeitung GmbH macht das DFKI Berlin auf seine Beteiligung im Verbundprojekt Stadt-Land-Fluss aufmerksam, dessen Ziel eine Daten- und KI-gestützte Stärkung von Wertschöpfungsketten im Bereich der regionalen Ernährungssysteme ist.